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Pool einwintern – so kommt dein Pool sicher durch den Winter
Ein kleiner Fehler beim Einwintern kann im Frühjahr richtig ärgerlich werden: eine undichte Leitung, eine beschädigte Pumpe oder Wasser im Wärmetauscher, das über den Winter gefroren ist. Dabei lassen sich die meisten typischen Winterschäden mit ein paar einfachen Schritten vermeiden.
Wenn das Poolwasser kühler wird und die ersten Blätter auf der Oberfläche treiben, ist es Zeit, den Pool auf den Winter vorzubereiten. Aber wie weit muss das Wasser abgesenkt werden? Muss Wintermittel hinein? Was passiert mit Skimmer und Einlaufdüsen? Und wie bekommt man wirklich das gesamte Wasser aus Filteranlage, Leitungen und Wärmepumpe?
Genau diese Fragen beantworten wir dir hier. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie du deinen Pool richtig einwinterst – verständlich, praxisnah und in der richtigen Reihenfolge. Du kannst diese Anleitung beim Einwintern einfach Punkt für Punkt abarbeiten.
Die wichtigste Regel vorweg: Beim klassischen Einwintern bleibt das Wasser grundsätzlich im Pool – aus der frostgefährdeten Pooltechnik muss es dagegen raus. Der richtige Wasserstand richtet sich nach deinem Pool, den Einbauteilen und der verwendeten Winterabdeckung.
Wir gehen dabei deutlich weiter als eine einfache Checkliste: Du erfährst alles zu Wasserwerten, Wintermittel, Wasserstand, Filteranlage, Pumpe, Wärmepumpe, Salzanlage, pH- und Redox-Sonden, Gegenstromanlage, Eisdruckpolstern und Winterabdeckungen.
Auch Sonderfälle wie Überlaufpool, Pool mit Überdachung, Rollladen- und Lamellenabdeckung sowie Aufstell-, Stahlwand- und Holzpools haben wir berücksichtigt. Und weil der Pool nach dem Einwintern nicht ganz vergessen werden sollte, zeigen wir dir auch, was du im Winter kontrollieren musst.
Nimm dir ein paar Minuten Zeit und geh die Anleitung von oben nach unten durch. Weiter unten findest du zusätzlich eine kompakte Checkliste, einen Zeitplan für den Herbst und die häufigsten Fehler beim Pool einwintern. So weißt du am Ende genau, was bei deinem Pool vor dem ersten Frost noch zu erledigen ist.
Inhaltsverzeichnis: Pool richtig einwintern
Hier findest du alle wichtigen Schritte zur Einwinterung deines Pools. Klicke einfach auf das gewünschte Thema:
Schritt 1: Wasserwerte einstellen
Schritt 2: Pool gründlich reinigen
Schritt 4: Überwinterungsmittel
Bitte die Tipps & Anleitungen beachten ...
... sonst kann es passieren, dass im Winter plötzlich andere Badegäste den Pool übernehmen. 🐧❄️

Also lieber richtig einwintern – dann haben Sie alles im Griff und die Pinguine müssen sich einen anderen Pool suchen. 😉
Was passiert, wenn man den Pool nicht einwintert?
Die Frage kommt oft – meistens in der Variante: „Es wird bei uns eh nie richtig kalt, muss das wirklich sein?“ Die Antwort lautet: Ja. Und zwar aus mehreren Gründen. Frost ist dabei nur einer davon.

1. Frostschäden an der Pooltechnik
Das ist der klassische und oft teuerste Winterschaden. Bleibt Wasser in Rohrleitungen, Pumpe, Filteranlage, Wärmetauscher oder Elektrolysezelle zurück, kann es bei Frost gefrieren, sich ausdehnen und Bauteile beschädigen.
Das Tückische: Viele Frostschäden bleiben den ganzen Winter unbemerkt. Erst beim Auswintern wird die Anlage wieder gefüllt – und plötzlich tropft oder rinnt es aus einer Leitung, Verschraubung oder einem Bauteil.
Ein beschädigtes Rohr oder Fitting lässt sich häufig noch relativ einfach ersetzen. Ein durch Frost beschädigter Wärmetauscher einer Pool-Wärmepumpe kann dagegen eine kostspielige Reparatur bedeuten.
2. Eisdruck auf Becken und Einbauteile
Friert die Wasseroberfläche zu, entsteht durch die Eisbildung Druck. Je nach Bauart des Pools können dadurch Beckenwände, Folie und Einbauteile belastet werden.
Bei Stahlwandbecken kann sich beispielsweise die Beckenwand verformen. Auch bei anderen Poolarten können Eisbewegungen und Frost empfindliche Bereiche belasten. Deshalb werden – sofern für den jeweiligen Pool vorgesehen – Eisdruckpolster eingesetzt. Wie sie richtig verwendet werden, erklären wir weiter unten.
3. Schlechte Wasserqualität im Frühjahr
Auch ohne Frost kann eine fehlende Einwinterung unangenehme Folgen haben. Bleiben Schmutz, Blätter und organische Belastungen im Wasser und stimmen die Wasserwerte nicht, können sich über die Wintermonate Algen und Ablagerungen bilden.
Besser vorbeugen: Sauberes Wasser, richtig eingestellte Wasserwerte und eine geeignete Winterabdeckung können den Aufwand beim Auswintern erheblich reduzieren.
Wer im Frühjahr stark verschmutztes oder grünes Wasser vorfindet, benötigt meist deutlich mehr Zeit für Reinigung, Filterung und Wasserpflege. Im ungünstigsten Fall kann sogar ein teilweiser oder vollständiger Wasserwechsel notwendig werden.
4. Auch Poolmaterialien brauchen Schutz
Ein Pool sollte im Winter nicht einfach sich selbst überlassen werden. Eine Poolfolie kann beispielsweise Schaden nehmen, wenn ein fest eingebautes Folienbecken vollständig entleert wird. Leitern und anderes Zubehör sollten gereinigt und entsprechend den Herstellerangaben eingelagert werden.
Besonders empfindlich sind außerdem pH- und Redox-Sonden. Sie dürfen nicht einfach trocken im Technikraum liegen. Für die Winterlagerung werden sie ausgebaut und in einer geeigneten Aufbewahrungslösung gelagert.
Ein paar Stunden Arbeit können viel Ärger ersparen.
Wer Becken, Wasser und Pooltechnik sorgfältig auf den Winter vorbereitet, reduziert das Risiko von Frostschäden und startet im Frühjahr wesentlich entspannter in die neue Poolsaison.
Wann soll man den Pool einwintern?
Beim Einwintern solltest du dich nicht nur am Kalender orientieren. Entscheidend sind vor allem die Wassertemperatur und die aktuelle Wetterlage. Dabei sind zwei Temperaturbereiche besonders interessant: Ab etwa 15 °C kannst du mit den Vorbereitungen beginnen, bei weiter sinkenden Temperaturen folgt die eigentliche Einwinterung.
Unter 15 °C: Die Vorbereitung kann beginnen
Sobald die Wassertemperatur dauerhaft unter etwa 15 °C sinkt, nimmt die biologische Aktivität im Pool deutlich ab. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um mit den Vorbereitungen zu beginnen: Becken gründlich reinigen, Wasserwerte kontrollieren und einstellen sowie die Filteranlage nochmals sauber durchlaufen lassen.
Merke: Nicht der 1. Oktober entscheidet über die Einwinterung, sondern dein Pool. Wassertemperatur und Wetterprognose sind die besseren Anhaltspunkte.
Unter etwa 12 °C: Jetzt wird eingewintert
Ist das Poolwasser dauerhaft auf etwa 12 °C oder darunter abgekühlt, ist ein guter Zeitpunkt für die eigentliche Einwinterung. Jetzt können – je nach verwendeten Produkten und Herstellerangaben – das Überwinterungsmittel zugegeben, der Wasserstand angepasst und anschließend Becken und Technik winterfest gemacht werden.
Der Vorteil der niedrigen Wassertemperatur: Algenwachstum und andere biologische Prozesse sind stark reduziert. Das erleichtert es, das Wasser über mehrere Monate in einem guten Zustand zu halten.
Was passiert, wenn du zu früh einwinterst?
Zu frühes Einwintern ist ein häufiger Fehler. Kommt die Winterabdeckung bereits auf den Pool, während das Wasser beispielsweise noch 18 oder 20 °C warm ist, wird die Filterung meist gleichzeitig stark reduziert oder vollständig eingestellt.
Unter der Abdeckung befindet sich dann noch relativ warmes Wasser – gute Voraussetzungen für Algenwachstum und Ablagerungen. Im Frühjahr kann das Ergebnis grünes oder trübes Wasser sein, obwohl im Herbst vermeintlich alles richtig gemacht wurde.
Nicht zu früh: Ein paar kühlere Nächte bedeuten noch nicht automatisch, dass der Pool eingewintert werden muss. Beobachte die Wassertemperatur über mehrere Tage.
Was passiert, wenn du zu spät einwinterst?
Zu spätes Einwintern kann wesentlich problematischer sein. Kommt überraschend eine Frostnacht und befindet sich noch Wasser in Leitungen, Pumpe, Filteranlage oder Wärmepumpe, können bereits bei der ersten Frostperiode Schäden entstehen.
Deshalb gilt: Die optimale Wassertemperatur ist wichtig – droht jedoch Frost, hat der Schutz der Pooltechnik Vorrang. Frostgefährdete Komponenten sollten rechtzeitig vollständig entleert und winterfest gemacht werden.
Und bei milden Wintern?
Auch ein milder Winter bedeutet nicht automatisch, dass es keinen Frost gibt. Für eine mit Wasser gefüllte Leitung oder einen Wärmetauscher können bereits einzelne Frostperioden problematisch sein.
Bei einem langen, milden Herbst kannst du die Poolsaison durchaus verlängern und entsprechend später einwintern. Auf das vollständige Entleeren frostgefährdeter Technik solltest du bei einer passiven Einwinterung trotzdem nicht verzichten.
Unsere Faustregel für Österreich und Süddeutschland:
Ab etwa 15 °C Wassertemperatur mit Reinigung und Vorbereitung beginnen. Bei weiter sinkender Wassertemperatur – etwa um 12 °C – die eigentliche Einwinterung durchführen. In höheren Lagen und frostgefährdeten Regionen entsprechend früher beginnen und immer die aktuelle Wetterprognose im Auge behalten.
Pool überwintern: aktiv oder passiv?
Bevor du mit dem Einwintern beginnst, gibt es eine grundlegende Entscheidung: Soll dein Pool aktiv oder passiv überwintern? Davon hängt ab, ob die Pooltechnik im Winter weiterläuft oder vollständig entleert und abgeschaltet wird.
Passive Überwinterung – der Normalfall beim privaten Pool
Bei der passiven Überwinterung wird die Poolanlage abgeschaltet und die frostgefährdete Technik vollständig entleert. Der Wasserspiegel wird entsprechend der Poolausführung und der vorhandenen Einbauteile angepasst und das Becken anschließend mit einer geeigneten Winterabdeckung geschützt.
Während der Wintermonate bleibt die Anlage außer Betrieb. Notwendig sind lediglich regelmäßige Kontrollen von Wasserstand, Abdeckung, Schneelast und gegebenenfalls Eisdruckpolster.
Für die meisten privaten Freibäder: Die passive Überwinterung ist die übliche Variante. Auch der größte Teil dieser Anleitung beschreibt genau diese Vorgehensweise.
Die Vorteile: Die Pooltechnik ist entleert und damit deutlich besser vor Frostschäden geschützt. Filteranlage und Umwälzpumpe benötigen während der Winterpause keinen laufenden Strom.
Der Aufwand: Im Herbst muss die Anlage sorgfältig winterfest gemacht und im Frühjahr wieder in Betrieb genommen werden.
Aktive Überwinterung – die Technik bleibt in Betrieb
Bei der aktiven Überwinterung bleibt die Pooltechnik ganz oder teilweise in Betrieb. Wasser befindet sich weiterhin in Leitungen und Komponenten und wird regelmäßig umgewälzt. Je nach Anlage kommen zusätzliche Frostschutzfunktionen oder automatische Steuerungen zum Einsatz.
Diese Variante kann beispielsweise bei ganzjährig genutzten, beheizten oder speziell dafür ausgelegten Anlagen zum Einsatz kommen. Sie muss jedoch technisch entsprechend geplant sein.
Wichtig: Bewegtes Wasser allein ist keine Garantie gegen Frostschäden. Bei starkem oder länger anhaltendem Frost können auch laufende Anlagen gefährdet sein. Besonders kritisch wird es bei einem Stromausfall, einer Pumpenstörung oder wenn ein FI-Schutzschalter auslöst.
Eine aktive Überwinterung sollte deshalb nur erfolgen, wenn Pool, Verrohrung, Technik und Steuerung dafür geeignet sind und die Vorgaben der jeweiligen Hersteller beachtet werden.
Welche Variante ist für einen normalen Gartenpool sinnvoll?
Bei einem klassischen privaten Freibad, das im Winter nicht genutzt wird, ist die passive Überwinterung in der Regel die einfachere und sicherere Variante. Die frostgefährdete Technik wird entleert und muss nicht den gesamten Winter betriebsbereit gehalten werden.
Bei besonderen Anlagen – beispielsweise Innenpools, ganzjährig beheizten Becken oder technisch speziell ausgeführten Pools – kann eine aktive Überwinterung sinnvoll sein. Hier sollte die Vorgehensweise immer individuell auf die Anlage abgestimmt werden.
Und die dritte Variante: gar nichts tun?
Darauf solltest du dich nicht verlassen. Ein paar milde Winter können den Eindruck vermitteln, dass eine Einwinterung gar nicht notwendig ist. Eine einzige stärkere Frostperiode kann jedoch ausreichen, um wassergefüllte Leitungen oder Pooltechnik zu beschädigen.
Deshalb: Einen nicht genutzten Freibad-Pool nicht einfach sich selbst überlassen. Entweder fachgerecht passiv einwintern oder eine dafür ausgelegte aktive Überwinterung betreiben.
Schritt 1: Wasserwerte einstellen – die Basis für alles andere
Bevor der Pool in die Winterpause geht, sollten die Wasserwerte noch einmal kontrolliert und richtig eingestellt werden. Das Wasser bleibt schließlich mehrere Monate im Becken und wird bei der passiven Überwinterung nicht mehr laufend gefiltert und aufbereitet.
Nimm dir deshalb für diesen Schritt etwas Zeit. Ein sauber eingestelltes Poolwasser ist eine der wichtigsten Voraussetzungen dafür, dass du im Frühjahr nicht mit starken Ablagerungen, Verfärbungen oder grünem Wasser startest.
Unser Tipp: Wasserwerte nicht schätzen. Vor dem Einwintern pH-Wert, Desinfektionswert und – wenn möglich – auch die Alkalinität kontrollieren. Die passenden Pooltester findest du natürlich bei uns im Shop.
Die wichtigsten Wasserwerte vor der Überwinterung
| Wert | Orientierungswert | Warum ist er wichtig? |
|---|---|---|
| pH-Wert | ca. 7,0 bis 7,2 | Ein korrekt eingestellter pH-Wert verbessert die Wirkung des Chlors und reduziert das Risiko von Kalkablagerungen und Wasserproblemen. |
| Alkalinität (TA) | ca. 80 bis 120 mg/l | Die Alkalinität stabilisiert den pH-Wert und verhindert starke Schwankungen. |
| Freies Chlor | nach Wasserpflege und Produktvorgabe | Vor dem endgültigen Abdecken sollte kein unnötig hoher Chlorwert mehr vorhanden sein. Besonders bei Folienbecken ist eine Überdosierung zu vermeiden. |
| Calciumhärte | abhängig von Wasser und Pool | Sehr hartes Wasser kann Kalkablagerungen begünstigen. Bei mineralischen Oberflächen spielt auch zu weiches Wasser eine Rolle. |
Wichtig: Die optimalen Wasserwerte können je nach Desinfektionssystem, Beckenmaterial und eingesetzten Pflegeprodukten abweichen. Im Zweifel gelten die Vorgaben der jeweiligen Hersteller.
Stoßchlorung vor dem Einwintern – ja oder nein?
Bei diesem Thema findet man unterschiedliche Empfehlungen. Entscheidend ist vor allem der Zustand des Poolwassers. Ist das Wasser belastet, war der Pool stark genutzt oder zeigen sich bereits erste Algenansätze, kann eine Stoßchlorung vor der Einwinterung sinnvoll sein.
Wichtig ist dabei die Reihenfolge: Eine eventuell notwendige Stoßchlorung erfolgt vor der endgültigen Einwinterung. Danach lässt du die Filteranlage ausreichend lange laufen und wartest, bis sich der Chlorwert wieder im vorgesehenen Bereich befindet.
So gehst du vor:
1. pH-Wert kontrollieren und auf den passenden Bereich einstellen.
2. Falls notwendig, Stoßchlorung entsprechend der Dosieranleitung des verwendeten Chlorprodukts durchführen.
3. Filteranlage ausreichend lange laufen lassen, damit sich das Pflegemittel vollständig verteilt und Verunreinigungen herausgefiltert werden.
4. Chlorwert erneut messen und vor den weiteren Schritten wieder auf einen für deinen Pool geeigneten Wert absinken lassen.
5. Erst danach – falls vorgesehen – das Überwinterungsmittel zugeben und mit den weiteren Schritten der Einwinterung fortfahren.
Eine besonders hohe Chlorkonzentration direkt vor dem Abdecken ist nicht automatisch besser. Eine unnötige Überdosierung kann insbesondere Poolfolie und andere empfindliche Materialien belasten. Deshalb immer nach Wasserwerten und Dosieranleitung arbeiten.
Wasserwerte vor dem Einwintern richtig messen
Für die schnelle Kontrolle eignen sich Teststreifen für Chlor, pH-Wert und Alkalinität. Wer seine Wasserwerte genauer bestimmen möchte, kann beispielsweise mit dem PoolLab 2.0 Photometer messen.
Noch keinen passenden Pooltester?
Von einfachen Teststreifen bis zum digitalen Photometer findest du unsere Messgeräte gesammelt unter Pooltester & Wassertestgeräte.
Schritt 2: Das Becken gründlich reinigen
Bevor der Pool in die Winterpause geht, sollte das Becken noch einmal gründlich gereinigt werden. Alles, was jetzt im Pool bleibt, bleibt dort mehrere Monate. Blätter und andere organische Verschmutzungen können sich zersetzen, Ablagerungen verursachen und die Wasserqualität im Frühjahr deutlich verschlechtern.
Deshalb gilt: Je sauberer der Pool in den Winter geht, desto einfacher wird das Auswintern im Frühjahr.
Die richtige Reihenfolge: Zuerst Wasserlinie und Wände reinigen, danach den Boden absaugen. Anschließend Skimmerkorb, Pumpenvorfilter und Einbauteile kontrollieren.
Wasserlinie zuerst reinigen
An der Wasserlinie sammeln sich über die Saison unter anderem Sonnencreme, Hautfette, Staub und andere Verschmutzungen. Bleiben diese Ablagerungen über Monate auf der Poolfolie, lassen sie sich im Frühjahr unter Umständen deutlich schwerer entfernen.
Reinige die Wasserlinie deshalb noch vor dem Absenken des Wasserspiegels. So kannst du bequem rund um das Becken arbeiten. Mit einem geeigneten Folienreiniger und einem Wunderschwamm lassen sich viele typische Ablagerungen gut entfernen.
Boden und Wände reinigen
Die Poolwände gründlich abbürsten und anschließend den Boden absaugen. Besonders Ecken, Treppen und schwer erreichbare Stellen solltest du dabei nicht vergessen.
Wenn du einen Poolroboter besitzt, ist jetzt der richtige Zeitpunkt für seinen letzten gründlichen Reinigungseinsatz vor der Winterpause. Lass ihn noch einmal einen kompletten Reinigungszyklus durchlaufen.
Größere Mengen Laub und groben Schmutz entfernst du am besten vorher. Dafür eignet sich beispielsweise ein Akku-Laubsammler. So landet der grobe Schmutz gar nicht erst in der Filteranlage.
Skimmerkorb, Pumpenvorfilter und Einbauteile
Skimmerkorb und Pumpenvorfilter solltest du vollständig leeren und gründlich auswaschen. Nimm den Vorfilterkorb der Pumpe dazu wirklich heraus und kontrolliere ihn auf Blätter, Insekten und andere Rückstände.
Nicht vergessen: Auch kleine Verschmutzungen, die mehrere Monate in Skimmer oder Pumpenvorfilter liegen bleiben, beginnen sich zu zersetzen. Deshalb lieber einmal mehr kontrollieren.
Poolfolie auf Beschädigungen kontrollieren
Wenn das Becken sauber ist, hast du einen guten Blick auf die Poolfolie. Kontrolliere auf kleine Beschädigungen, auffällige Stellen, Falten oder Probleme im Bereich von Einbauteilen und Nähten.
Kleine Auffälligkeiten lassen sich so dokumentieren und bei Bedarf noch vor dem Winter oder gezielt beim Auswintern beheben. Bei einem erkennbaren Wasserverlust solltest du allerdings nicht bis zum Frühjahr warten, sondern die Ursache vor der Einwinterung klären.
Auch rund um den Pool aufräumen
Zum Schluss lohnt sich ein Blick auf den Bereich rund um das Becken. Entferne Laub und groben Schmutz rund ums Becken und reinige vorhandene Ablaufrinnen.
Je weniger loses Material um den Pool liegt, desto weniger kann bei Wind unter oder auf die Winterabdeckung gelangen.
Sauber rein – sauber raus.
Eine gründliche Reinigung vor dem Winter kostet etwas Zeit, macht sich aber im Frühjahr bezahlt. Weniger organischer Schmutz im Becken bedeutet weniger Ablagerungen und in der Regel einen deutlich einfacheren Start in die neue Poolsaison.
Schritt 3: Filter rückspülen und Filtermaterial prüfen
Nach der letzten gründlichen Poolreinigung hat die Filteranlage noch einmal ordentlich Arbeit geleistet. Bevor sie in die Winterpause geht, solltest du deshalb den Filter gründlich rückspülen und nachspülen. So bleiben Schmutz und organische Rückstände nicht den ganzen Winter im Filtermaterial.
Sandfilter rückspülen und nachspülen
So gehst du vor:
1. Filterpumpe ausschalten.
2. 6-Wege-Ventil auf Rückspülen stellen.
3. Pumpe einschalten und so lange rückspülen, bis das Wasser im Schauglas wieder klar erscheint. Je nach Filteranlage dauert das meist einige Minuten.
4. Pumpe wieder ausschalten und das Ventil auf Nachspülen stellen.
5. Pumpe kurz laufen lassen, damit sich das Filterbett wieder setzt und Restschmutz in den Kanal gespült wird.
6. Anschließend Pumpe wieder ausschalten.
Ganz wichtig: Das 6-Wege-Ventil niemals bei laufender Filterpumpe umstellen. Immer zuerst die Pumpe ausschalten und warten, bis kein Druck mehr ist. Erst danach die Ventilstellung ändern. Andernfalls kann unter anderem die Sterndichtung im Ventil beschädigt werden.
Ist dein Filtermaterial noch in Ordnung?
Nutze die Einwinterung auch für einen kurzen Blick auf das Filtermaterial. Filtersand kann mit der Zeit bspw. verklumpen und dadurch an Filterleistung verlieren. Wie lange ein Filtermedium verwendet werden kann, hängt von Material, Wasserpflege, Laufzeit und Verschmutzung ab.
Wenn du ohnehin weißt, dass dein Filtermaterial erneuert werden muss, kannst du den Wechsel gleich im Zuge der Einwinterung erledigen. Dann ist diese Arbeit bereits erledigt und die Filteranlage kann im Frühjahr mit frischem Filtermaterial in die neue Saison starten.
Filtermaterial wechseln? In unserer Anleitung Filtersand und Filterglas wechseln zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie es funktioniert.
Das passende Material findest du unter Filtermedium für Pool-Filteranlagen – vom klassischen Filtersand 0,7–1,2 mm über AFM Filterglas bis zur Fibalon Polymerfaser.
Was ist bei einem Kartuschenfilter zu tun?
Bei einem Kartuschenfilter entfällt das klassische Rückspülen. Nimm die Kartusche heraus und reinige sie entsprechend den Herstellerangaben gründlich. Bei stärkerer Verschmutzung kann ein geeigneter Kartuschenreiniger verwendet werden.
Vor der Einlagerung sollte die Kartusche vollständig trocknen, sauber und frostfrei gelagert werden. Auch das Filtergehäuse muss vollständig entleert werden, damit darin kein Wasser gefrieren kann.
Dichtungen, O-Ringe und Manometer gleich mitprüfen
Wenn du bereits an der Filteranlage arbeitest, lohnt sich ein kurzer Kontrollblick auf Dichtungen, O-Ringe, Verschraubungen und Manometer. Besonders der O-Ring am Pumpenvorfilter und Dichtungen am Filterkessel und Ventil sollten auf Beschädigungen kontrolliert werden.
Spröde, rissige oder stark verformte Dichtungen solltest du rechtzeitig ersetzen. Eine defekte Dichtung kann im Frühjahr beispielsweise dazu führen, dass die Pumpe Luft ansaugt oder eine Verbindung undicht wird.
Passende Komponenten findest du unter Pool Ersatzteile, beispielsweise einen O-Ring zum Vorfilterdeckel der Torpedo-Pumpe oder ein Manometer für die Filteranlage.
Jetzt prüfen spart Arbeit im Frühjahr.
Eine saubere Filteranlage, intaktes Filtermaterial und geprüfte Dichtungen sind die beste Ausgangslage für die Winterpause. Im nächsten Schritt geht es dann an einen der wichtigsten Punkte der Einwinterung: den richtigen Wasserstand und die frostgefährdeten Einbauteile.
Schritt 4: Überwinterungsmittel zugeben
Ein Überwinterungsmittel ist kein Frostschutzmittel und kein Ersatz für die richtige Wasserpflege. Es macht grünes oder trübes Poolwasser nicht wieder sauber. Seine Aufgabe ist es, die Wasserpflege während der Winterpause zu unterstützen und insbesondere Algenwachstum und Kalkablagerungen zu erschweren.
Deshalb ist die richtige Reihenfolge wichtig: Wintermittel kommt in sauberes und korrekt eingestelltes Poolwasser. Sind bereits Algen oder starke Verschmutzungen vorhanden, solltest du diese zuerst beseitigen.
Wichtig: Wintermittel schützt deine Rohrleitungen und Pooltechnik nicht vor Frost. Leitungen, Pumpe, Filter, Wärmepumpe und andere frostgefährdete Komponenten müssen trotzdem fachgerecht entleert werden.
Wann kommt das Wintermittel in den Pool?
Das Überwinterungsmittel gibst du am besten erst zu, wenn das Poolwasser bereits deutlich abgekühlt ist. Als Orientierung kannst du eine Wassertemperatur von etwa 12 °C oder darunter verwenden.
Falls du zuvor eine Stoßchlorung durchgeführt hast, solltest du nicht unmittelbar danach das Wintermittel zugeben. Lass die Filteranlage zunächst ausreichend laufen und kontrolliere den Chlorwert. Die genauen Hinweise des verwendeten Überwinterungsmittels sind dabei immer zu beachten.
Wie wird Wintermittel richtig zugegeben?
So gehst du vor:
1. Poolwasser reinigen und Wasserwerte richtig einstellen.
2. Falls eine Stoßchlorung notwendig ist, diese vorher durchführen und den Chlorwert anschließend wieder absinken lassen.
3. Benötigte Menge des Überwinterungsmittels entsprechend der Dosieranleitung und deinem Beckenvolumen berechnen.
4. Wintermittel entsprechend den Herstellerangaben in das Poolwasser geben und gleichmäßig verteilen.
5. Sofern laut Produktvorgabe vorgesehen, die Filteranlage nochmals laufen lassen, damit sich das Mittel im gesamten Becken verteilt. Anschließend folgen Wasserabsenkung und Entleerung der Technik.
Wie viel Wintermittel brauche ich?
Halte dich bei der Dosierung immer an die Angabe auf dem Etikett des jeweiligen Produkts. Überwinterungsmittel unterscheiden sich in ihrer Konzentration, weshalb eine allgemeine Dosiermenge nicht sinnvoll ist.
Beckenvolumen berechnen: Bei einem rechteckigen Pool gilt vereinfacht: Länge × Breite × mittlere Wassertiefe = m³. Ein Kubikmeter Wasser entspricht 1.000 Litern.
Unser Winterfit für die Pool-Überwinterung
Für die klassische Einwinterung findest du bei uns Winterfit 1 Liter. Für größere Becken gibt es das Überwinterungsmittel auch als Winterfit 5 Liter.
Bei sehr hartem Poolwasser kann je nach Wasserwerten zusätzlich ein geeigneter Härtestabilisator wie Bayrol Calcinex sinnvoll sein. Er hilft dabei, Kalkablagerungen zu vermeiden.
Bei erhöhter Algenneigung kann – sofern es zur verwendeten Wasserpflege und zum Überwinterungsmittel passt – zusätzlich ein geeignetes schaumfreies Algenschutzmittel eingesetzt werden. Beachte auch hier immer die Dosier- und Anwendungshinweise der jeweiligen Produkte.
Alles für die Wasserpflege im Winter
Unsere Produkte zur Einwinterung findest du gesammelt unter Winterschutzmittel & Winterfit. Weitere Produkte zur Vorbeugung gegen Algen findest du unter Algenschutz für den Pool.
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Schritt 5: Wasserspiegel absenken – aber den Pool nicht leeren
Eine der häufigsten Fragen beim Einwintern lautet: Wie viel Wasser muss aus dem Pool? Bei einem fest eingebauten Pool bleibt der größte Teil des Wassers im Becken. Abgesenkt wird nur so weit, wie es für Einbauteile, Verrohrung und die verwendete Winterabdeckung notwendig ist.

Grundregel: Den Pool nicht komplett entleeren. Der richtige Winter-Wasserstand hängt von Poolbauart, Skimmer, Einlaufdüsen, Gegenstromanlage, weiteren Einbauteilen und der verwendeten Winterabdeckung ab.
Warum ein komplett leerer Pool problematisch sein kann
Das Wasser erfüllt auch im Winter eine wichtige Aufgabe. Es stabilisiert das Becken und sorgt bei vielen Konstruktionen für einen notwendigen Gegendruck zu Erdreich und Grundwasser. Bei Folienbecken hilft das Wasser außerdem dabei, die Poolfolie an ihrem Platz zu halten.
Ein vollständig entleertes Becken kann je nach Bauart verschiedenen Belastungen ausgesetzt sein. Bei hohem Grundwasser kann beispielsweise Auftrieb entstehen, während bei anderen Konstruktionen der seitliche Erddruck problematisch werden kann. Auch Poolfolien sollten nicht unnötig über längere Zeit trocken liegen.
Deshalb: Einen fest eingebauten Pool zur Überwinterung niemals einfach komplett entleeren. Eine vollständige Entleerung kann beispielsweise bei Reparatur- oder Sanierungsarbeiten notwendig sein, sollte dann aber passend zur Beckenkonstruktion und den örtlichen Grundwasserverhältnissen erfolgen.
Wie weit muss der Wasserspiegel abgesenkt werden?
Eine pauschale Angabe wie „immer 30 cm absenken“ ist nicht sinnvoll. Entscheidend ist, welche Einbauteile vorhanden sind und wie diese winterfest gemacht werden. Auch die verwendete Winterabdeckung kann einen bestimmten Wasserstand erfordern.
| Einbauteil | Was ist beim Wasserstand zu beachten? |
|---|---|
| Skimmer | Bei klassischer Winterabsenkung wird der Wasserspiegel unter die Skimmeröffnung abgesenkt, damit kein Wasser in Skimmer und angeschlossener Leitung stehen bleibt. |
| Einlaufdüsen | Je nach Position und Art der Einwinterung wird bis unter die Düsen abgesenkt oder die Leitung ausgeblasen und mit geeigneten Winterstopfen verschlossen. |
| Gegenstromanlage | Je nach Anlage wird der Wasserspiegel entsprechend abgesenkt oder eine dafür vorgesehene Winterplatte verwendet. Herstellerangaben beachten. |
| Unterwasserscheinwerfer | Der notwendige Wasserstand hängt vom Scheinwerfertyp und dessen Einbauposition ab. Scheinwerfer nicht pauschal trockenlegen, sondern die Herstellervorgaben beachten. |
| Bodenablauf | Der Bodenablauf wird bei der normalen Einwinterung nicht durch ein vollständiges Entleeren des Beckens freigelegt. Die angeschlossene Leitung muss entsprechend der Anlagenkonstruktion winterfest gemacht werden. |
Achtung bei Winterabdeckungen: Der Wasserstand darf nicht nur nach Skimmer und Einlaufdüsen gewählt werden. Manche Winterplanen, Rollabdeckungen oder aufblasbare Poolabdeckungen benötigen einen bestimmten Wasserstand. Deshalb immer auch die Vorgaben der Abdeckung beachten.
Wie senke ich den Wasserspiegel ab?
Bei vielen Sandfilteranlagen kann zunächst über den Kanalanschluss entwässert werden. Verfügt das 6-Wege-Ventil über die Stellung „Entleeren“, wird das Poolwasser dabei direkt zum Kanalanschluss gepumpt und nicht durch das Filtermedium geleitet.
Auch hier gilt: Vor jeder Umstellung des 6-Wege-Ventils zuerst die Filterpumpe ausschalten.
Sobald die Pumpe über den Skimmer Luft ansaugen würde, darf sie nicht einfach weiterlaufen. Je nach Verrohrung kann über einen vorhandenen Bodenablauf weiter abgesenkt werden. Alternativ eignet sich eine Tauchpumpe.
Filterpumpe niemals trockenlaufen lassen: Sobald kein ausreichender Wasserfluss mehr vorhanden ist, Pumpe ausschalten. Trockenlauf kann die Pumpe und insbesondere die Gleitringdichtung beschädigen.
Wohin mit dem abgelassenen Poolwasser?
Das hängt von den örtlichen Vorschriften sowie von der verwendeten Wasserpflege ab. Poolwasser sollte deshalb nicht einfach ungeprüft in Kanalisation, Garten oder Gewässer abgeleitet werden.
Besondere Vorsicht gilt bei Salzwasserpools sowie frisch behandeltem Poolwasser. Salz kann Pflanzen und Böden belasten und wird durch einfaches Stehenlassen des Wassers nicht abgebaut. Bei Chlorwasser sollte vor einer möglichen Versickerung ebenfalls geprüft werden, ob dies örtlich zulässig ist und welche Grenzwerte gelten.
Der Wasserstand kann im Winter wieder steigen
Mit dem Absenken im Herbst ist das Thema Wasserstand noch nicht erledigt. Regen, Schnee und Schmelzwasser können den Pegel im Laufe des Winters wieder ansteigen lassen – insbesondere bei Abdeckungen, durch die Niederschlagswasser in das Becken gelangt.
Steigt das Wasser wieder bis zu Skimmer oder anderen winterfest gemachten Einbauteilen, kann dort erneut Wasser eindringen und bei Frost gefrieren.
Auch im Winter kontrollieren: Alle zwei bis vier Wochen einen Blick auf den Wasserstand werfen – besonders nach starkem Regen, Tauwetter oder größeren Schneemengen. Ist der Wasserstand zu hoch, entsprechend der verwendeten Einwinterungsmethode wieder absenken.
So viel Wasser wie nötig absenken – aber nicht mehr.
Ziel ist nicht, möglichst viel Wasser aus dem Pool zu bekommen. Ziel ist ein Wasserstand, bei dem Einbauteile und Pooltechnik sicher winterfest gemacht werden können und gleichzeitig das Becken ausreichend mit Wasser gefüllt bleibt.
Schritt 6: Skimmer, Düsen und Einbauteile winterfest machen
Jetzt geht es an die Verbindung zwischen Pool und Technik. Besonders wichtig ist, dass in frostgefährdeten Leitungen und Einbauteilen kein Wasser eingeschlossen bleibt. Gefriert dort Restwasser, kann es sich ausdehnen und Kunststoffteile, Verschraubungen oder Rohrleitungen beschädigen.
Das Ziel: Frostgefährdete Leitungen entleeren und anschließend so verschließen, dass kein Poolwasser mehr nachlaufen kann. Welche Methode richtig ist, hängt von Einbauteilen und Verrohrung deiner Anlage ab.
Einlaufdüsen verschließen
Je nach Art der Einwinterung werden die Einlaufleitungen zunächst entleert beziehungsweise ausgeblasen und anschließend mit geeigneten Winterstopfen verschlossen. Dadurch soll verhindert werden, dass erneut Poolwasser in die entleerte Leitung gelangt.
Welcher Stopfen passt, hängt vom jeweiligen Einbauteil und Gewinde ab. Häufig verwendet wird beispielsweise ein Überwinterungsstopfen 1½" mit O-Ring. Für entsprechende ASTRAL-Einbauteile gibt es den ASTRAL Stopfen 1½".
Nicht mit Gewalt festziehen: Winterstopfen müssen dicht sitzen, sollten aber nicht unnötig stark angezogen werden. Besonders bei Kunststoffgewinden kann zu viel Kraft das Einbauteil oder Gewinde beschädigen.
Rohrleitungen im Technikschacht verschließen
Auch offene Rohrenden im Technikschacht können nach dem Entleeren mit geeigneten Winterstopfen verschlossen werden. Dafür gibt es beispielsweise Gummistopfen, die sich beim Anziehen im Rohr aufspreizen.
Für unterschiedliche Rohrdurchmesser und Anschlüsse findest du bei uns unter anderem:
• Winterstopfen Gummi NW 42–50 mm für passende DA-50-Verrohrungen
• Winterstopfen Gummi NW 56–63 mm für passende DA-63-Verrohrungen
• PVC-Stopfen 1½" AG für entsprechende Gewindeanschlüsse
• PVC-Stopfen 2" AG für entsprechende Gewindeanschlüsse
Wichtig: Ein Stopfen allein macht eine wassergefüllte Leitung noch nicht winterfest. Zuerst muss das Wasser aus dem frostgefährdeten Leitungsabschnitt entfernt werden.
Skimmer richtig einwintern
Der Skimmer verdient besondere Aufmerksamkeit, weil sich darin und in der angeschlossenen Saugleitung Wasser sammeln kann. Grundsätzlich gibt es – abhängig von der Poolanlage – verschiedene Möglichkeiten:
Variante 1: Wasserspiegel unter den Skimmer absenken
Bei der klassischen Einwinterung wird der Wasserspiegel unter die Skimmeröffnung abgesenkt. Anschließend wird die Skimmerleitung Richtung Technik entleert beziehungsweise ausgeblasen und entsprechend verschlossen.
Variante 2: Skimmer mit Winterplatte verschließen
Bei geeigneten Skimmern kann eine passende Winterplatte die Skimmeröffnung gegen das Poolwasser abdichten. Dadurch kann – abhängig von Pool und Abdeckung – ein höherer Wasserstand beibehalten werden. Für entsprechende NEPTUN-Oberflächenabsauger gibt es beispielsweise die NEPTUN Winterplatte 275 × 195 mm.
Achtung: Eine Winterplatte am Skimmer ersetzt nicht das Entleeren beziehungsweise frostfreie Absichern der angeschlossenen Rohrleitung. Entscheidend ist immer, dass in frostgefährdeten Bereichen kein Wasser eingeschlossen bleibt.
Was passiert mit dem Bodenablauf?
Der Bodenablauf bleibt bei der normalen Einwinterung unter Wasser. Das Becken wird also nicht bis zum Bodenablauf entleert. Wie die angeschlossene Leitung winterfest gemacht wird, hängt von der Verrohrung und der Position der Pooltechnik ab.
Ist ein Entleerungsschacht beziehungsweise ein Entleerungspunkt am tiefsten Punkt der Verrohrung vorhanden, kann die Leitung dort entwässert werden. Bei bestimmten NEPTUN-Systemen steht außerdem eine passende Winterplatte für Bodenablauf beziehungsweise Ansaugtopf zur Verfügung.
Unterwasserscheinwerfer
Bei Unterwasserscheinwerfern gibt es keine pauschale Regel, dass der Wasserspiegel immer eine bestimmte Anzahl Zentimeter oberhalb des Scheinwerfers liegen muss. Einbauart und Herstellervorgaben sind entscheidend. Viele Unterwasserscheinwerfer verbleiben bei der Einwinterung im gefüllten Becken.
Die Poolbeleuchtung sollte während der Winterpause ausgeschaltet und gegen unbeabsichtigtes Einschalten gesichert werden. Befinden sich Trafo, Anschlussdosen oder Steuerung im Technikbereich, lohnt sich gleichzeitig eine Kontrolle auf Feuchtigkeit.
Besonders wichtig bei Pool-Scheinwerfern: Unterwasserscheinwerfer nicht einschalten, wenn sie laut Hersteller für den Betrieb unter Wasser vorgesehen sind und nicht ausreichend von Wasser gekühlt werden. Dadurch kann insbesondere bei leistungsstarken Leuchten die Lebensdauer beeinträchtigt oder der Scheinwerfer beschädigt werden.
Die wichtigste Regel bei allen Einbauteilen
Nicht nur die sichtbare Düse oder den Skimmer betrachten. Entscheidend ist die gesamte Leitung bis zur Pooltechnik. Frostgefährdete Leitungsabschnitte müssen wasserfrei sein und gegen erneutes Einlaufen von Wasser gesichert werden.
Schritt 7: Filteranlage, Pumpe und Leitungen komplett entleeren
Jetzt kommt einer der wichtigsten Schritte beim Pool einwintern. In Filteranlage, Pumpe und Rohrleitungen darf in frostgefährdeten Bereichen kein Wasser eingeschlossen bleiben. Gefriert Restwasser, dehnt es sich aus und kann Pumpengehäuse, Filterkessel, Ventile, Verschraubungen oder Rohrleitungen beschädigen.

Die wichtigste Regel: Nirgends darf Wasser eingeschlossen bleiben, das bei Frost nicht ausweichen kann. Nicht nur Pumpe und Filter kontrollieren – auch Leitungen, Kugelhähne, Verschraubungen und andere wasserführende Komponenten gehören dazu.
Filteranlage und Pumpe Schritt für Schritt entleeren
1. Stromversorgung ausschalten
Filteranlage und weitere Pooltechnik vollständig ausschalten und gegen unbeabsichtigtes Einschalten sichern. Es reicht nicht, lediglich die Zeitschaltuhr zu deaktivieren.
2. Absperrungen und Kugelhähne kontrollieren
Die Armaturen so stellen, dass in frostgefährdeten Bereichen kein Wasser eingeschlossen bleibt. Kugelhähne werden bei vielen Anlagen in einer geeigneten Zwischenstellung überwintert, damit auch im Bereich der Kugel kein Wasser eingeschlossen wird. Die konkrete Stellung hängt jedoch von der Verrohrung und Armatur ab.
3. Entleerungen öffnen
Vorhandene Entleerungsventile an Verrohrung, Filterkessel und Pumpe öffnen. Während der Winterpause können die vorgesehenen Entleerungsöffnungen offen bleiben, sofern dies laut Hersteller so vorgesehen ist.
4. Filterpumpe vollständig entleeren
Ablassschraube am Pumpengehäuse entfernen und das Wasser vollständig ablaufen lassen. Bei passenden Pumpen findest du beispielsweise den Entleerungsstopfen mit O-Ring als Ersatzteil. Vorfilterdeckel öffnen und Vorfilterkorb reinigen.
5. Filterkessel entleeren
Die Kesselentleerung am tiefsten Punkt des Filterkessels öffnen und das Wasser ablaufen lassen. Für entsprechende Filterkessel gibt es beispielsweise eine komplette Kesselentleerung mit Stopfen.
6. 6-Wege-Ventil in Winterstellung bringen
Verfügt dein Mehrwegeventil über eine ausdrückliche Winterstellung, verwende diese entsprechend der Herstelleranleitung. Dadurch werden die inneren Dichtungen entlastet. Bei Ventilen ohne eigene Winterstellung unbedingt die Anleitung des Herstellers beachten.
7. Manometer kontrollieren
Je nach Filteranlage und Hersteller kann das Manometer für die Winterpause demontiert und frostfrei gelagert werden. Besonders wichtig ist, dass darin kein Wasser verbleibt, das gefrieren und das Manometer beschädigen kann.
Ablassschrauben nicht verlieren: Kleine Stopfen, O-Ringe und Ablassschrauben am besten gemeinsam in einem beschrifteten Behälter aufbewahren. Dann musst du beim Auswintern nicht nach den Kleinteilen suchen.
Rohrleitungen vollständig entleeren
Sind die Poolleitungen mit entsprechendem Gefälle zu einem Entleerungspunkt verlegt, kann ein großer Teil des Wassers selbstständig ablaufen. Voraussetzung ist natürlich, dass die vorgesehenen Entleerungen geöffnet sind und keine geschlossenen Armaturen das Wasser einschließen.
Bei Leitungen ohne ausreichendes Gefälle kann Wasser in Tiefpunkten, Bögen und horizontalen Leitungsabschnitten zurückbleiben. Solche Leitungen müssen gegebenenfalls ausgeblasen oder auf andere geeignete Weise entwässert werden.
Leitungen ausblasen – aber vorsichtig
Zum Ausblasen kann je nach Anlage beispielsweise ein geeigneter Nass-/Trockensauger im Blasbetrieb oder eine dafür geeignete Druckluftquelle verwendet werden. Entscheidend ist nicht ein möglichst hoher Druck, sondern ein ausreichender Luftstrom, der das Wasser aus der Leitung verdrängt.
Vorsicht mit Druckluft: Poolverrohrungen und Einbauteile nicht mit hohem Druck beaufschlagen. Zu hoher Druck kann Klebeverbindungen, Armaturen oder Einbauteile beschädigen. Beim Ausblasen immer die zulässigen Drücke der verwendeten Komponenten und die Herstellerangaben beachten.
Wenn aus der Leitung kein Wasser mehr austritt, wird sie entsprechend der vorgesehenen Einwinterungsmethode verschlossen. Wichtig ist, dass anschließend kein Poolwasser wieder in die entleerte Leitung nachlaufen kann.
Auch die Pumpenwelle im Auge behalten
Bei manchen Pumpen kann es sinnvoll sein, nach längerer Stillstandszeit zu kontrollieren, ob sich die Pumpenwelle frei bewegen lässt. Das sollte jedoch nur bei vollständig spannungsfreier Pumpe und entsprechend den Herstellerangaben erfolgen.
Tipp für das Frühjahr: Vor der ersten Inbetriebnahme kontrollieren, ob sich die Pumpenwelle frei drehen lässt. Das ist besonders nach einer langen Winterpause sinnvoll.
Den Technikschacht nicht vergessen
Eine perfekt entleerte Pooltechnik hilft wenig, wenn sich im Winter Wasser im Technikschacht sammelt. Besonders bei unterirdischen Technikschächten solltest du deshalb kontrollieren, ob Ablauf und Schachtentwässerung frei funktionieren.
Nach starkem Regen, Tauwetter oder Schneeschmelze lohnt sich auch während des Winters ein kurzer Blick in den Technikschacht. Bei Anlagen ohne natürlichen Ablauf kann – je nach Ausführung – eine geeignete Tauchpumpe mit Schwimmerschalter eine sinnvolle Absicherung gegen eindringendes Wasser sein.
Lieber einmal mehr kontrollieren.
Pumpe, Filterkessel, Leitungen, Kugelhähne, Entleerungen und Technikschacht systematisch durchgehen. Frostschäden entstehen fast immer dort, wo unbemerkt Restwasser eingeschlossen geblieben ist.
Schritt 8: Wärmepumpe, Wärmetauscher und Solarabsorber entleeren
Bei der Poolheizung ist besondere Sorgfalt gefragt. In einer Pool-Wärmepumpe befindet sich ein Wärmetauscher, durch den das Poolwasser strömt. Bleibt darin Wasser zurück und gefriert, kann sich das Wasser ausdehnen und den Wärmetauscher beschädigen.
Dasselbe gilt für externe Wärmetauscher und Solarabsorber: Alle frostgefährdeten wasserführenden Komponenten müssen vollständig entleert werden.
Besonders wichtig: Eine ausgeschaltete Wärmepumpe ist noch nicht winterfest. Entscheidend ist, dass sich im Wärmetauscher und in den frostgefährdeten Anschlussleitungen kein Wasser mehr befindet.
Pool-Wärmepumpe richtig einwintern
1. Wärmepumpe ausschalten
Wärmepumpe am Gerät ausschalten und die Stromversorgung entsprechend der Herstelleranleitung trennen beziehungsweise gegen unbeabsichtigtes Einschalten sichern.
2. Wärmepumpe vom Wasserkreislauf trennen
Bei einer Installation mit Bypass die Ventile so stellen, dass kein Poolwasser mehr durch die Wärmepumpe fließt. Ein Bypass erleichtert nicht nur die Einwinterung, sondern auch Wartungsarbeiten und den Betrieb der Poolheizung. Falls noch keiner vorhanden ist, findest du bei uns ein passendes Bypass-Set für Wärmepumpe, Salzanlage oder Wärmetauscher.
3. Wasseranschlüsse beziehungsweise Entleerungen öffnen
Je nach Modell werden die Wasseranschlüsse gelöst oder vorhandene Entleerungsschrauben geöffnet. Für entsprechende InverPro-Modelle gibt es beispielsweise eine Entleerungsschraube mit O-Ring.
4. Wärmetauscher vollständig entleeren
Das Wasser entsprechend der Herstelleranleitung vollständig aus dem Gerät ablaufen lassen. Je nach Konstruktion kann es notwendig sein, Restwasser aus den Anschlüssen beziehungsweise dem Wärmetauscher zu entfernen.
5. Leitungen ebenfalls entleeren
Nicht nur die Wärmepumpe selbst beachten. Auch die Rohrleitungen zwischen Bypass und Wärmepumpe müssen in frostgefährdeten Bereichen wasserfrei sein.
6. Anschlüsse nach Herstellervorgabe überwintern
Entleerungen und Wasseranschlüsse so belassen beziehungsweise sichern, wie es der Hersteller für die Winterlagerung vorsieht.
Nicht pauschal ankippen oder mit Druckluft arbeiten: Aufbau und Entleerung unterscheiden sich je nach Wärmepumpenmodell. Halte dich deshalb bei diesem Schritt immer an die Einwinterungsanleitung des Herstellers. Zu hoher Luftdruck kann den Wärmetauscher oder andere Komponenten beschädigen.
Muss die Wärmepumpe im Winter ins Trockene?
Eine fest installierte Pool-Wärmepumpe ist grundsätzlich für den Betrieb im Freien konstruiert. Ob sie im Winter draußen bleiben darf und welche Schutzmaßnahmen notwendig sind, richtet sich jedoch nach den Vorgaben des jeweiligen Herstellers.
Eine luftdichte Verpackung mit Folie ist in der Regel keine gute Idee. Darunter kann sich Kondenswasser bilden. Wird eine Winterabdeckung verwendet, sollte sie für die Wärmepumpe geeignet sein und die notwendige Belüftung ermöglichen.
Kontrolliere bei dieser Gelegenheit auch den Bereich unter der Wärmepumpe. Kondensat- und Wasserabläufe sollten frei sein, damit sich rund um beziehungsweise im Gerät kein Wasser ansammelt.
Wärmetauscher an der Hausheizung
Wird der Pool über einen separaten Platten- oder Rohrbündelwärmetauscher beheizt, muss auch dieser auf der Poolwasserseite frostfrei gemacht werden. Poolseitige Leitungen absperren beziehungsweise entsprechend der Anlage trennen und den Wärmetauscher vollständig entleeren.
Die Heizungsseite kann je nach Installation mit Heizungswasser beziehungsweise Frostschutz gefüllt bleiben. Befindet sich der Wärmetauscher allerdings in einem unbeheizten oder frostgefährdeten Bereich, muss auch diese Seite entsprechend der Heizungsanlage und den Herstellervorgaben geprüft werden.
Solarabsorber und Solarmatten entleeren
Auch Solarabsorber und Solarmatten müssen vor Frost geschützt werden. Wasser kann sich insbesondere in Sammelrohren, Bögen und einzelnen Absorberkanälen sammeln.
Bei Anlagen, die sich konstruktionsbedingt selbstständig entleeren, müssen die vorgesehenen Be- und Entlüftungen funktionieren. Bei anderen Anlagen werden die Entleerung am tiefsten Punkt und gegebenenfalls die Entlüftung am höchsten Punkt geöffnet, damit Luft nachströmen und das Wasser vollständig ablaufen kann.
Bei Solarabsorbern besonders sorgfältig arbeiten: Bereits kleine Mengen eingeschlossenen Wassers können bei Frost einzelne Kanäle, Sammelrohre oder Verbindungen beschädigen. Deshalb nach dem Entleeren kontrollieren, ob wirklich alle frostgefährdeten Bereiche wasserfrei sind.
Bei der Poolheizung gilt: Wasser raus, bevor der Frost kommt.
Egal ob Wärmepumpe, externer Wärmetauscher oder Solarabsorber: Die richtige Einwinterung richtet sich immer nach dem jeweiligen Gerät. Im Zweifel lieber einmal in die Herstelleranleitung schauen, bevor die Temperaturen unter den Gefrierpunkt fallen.
Schritt 9: Salzanlage und Elektrolysezelle winterfest machen
Bei einem Pool mit Salzelektrolyse darf die Salzanlage beim Einwintern nicht vergessen werden. Besonders die Elektrolysezelle ist ein empfindliches und wertvolles Bauteil. Bleibt Wasser in Zelle, Zellengehäuse oder angeschlossenen Leitungen stehen, kann Frost zu Schäden führen.

Wichtig: Die Salzelektrolyse einfach nur auszuschalten reicht nicht. Alle frostgefährdeten wasserführenden Komponenten der Anlage müssen entsprechend der Herstelleranleitung vollständig entleert werden.
Elektrolysezelle richtig einwintern
Wie die Elektrolysezelle überwintert wird, unterscheidet sich je nach Hersteller und Anlage. Bei manchen Systemen wird die Zelle für die Winterpause ausgebaut, bei anderen verbleibt sie im entleerten Zellengehäuse. Deshalb gilt hier immer: Die Einwinterungsvorgaben des Herstellers haben Vorrang.
1. Salzanlage ausschalten
Elektrolyseanlage ausschalten und gegen unbeabsichtigtes Einschalten sichern.
2. Zelle und Zellengehäuse entleeren
Sicherstellen, dass kein Wasser in frostgefährdeten Bereichen der Zelle, des Gehäuses oder der angeschlossenen Rohrleitungen eingeschlossen bleibt.
3. Elektrolysezelle kontrollieren
Die Platten auf Kalkablagerungen und sichtbare Verschmutzungen kontrollieren. Ist eine Reinigung erforderlich, ausschließlich die vom Hersteller empfohlene Methode beziehungsweise Reinigungslösung verwenden.
4. Zelle nach Herstellervorgabe lagern
Wird die Zelle für den Winter ausgebaut, sollte sie entsprechend den Vorgaben des Herstellers gereinigt und frostgeschützt gelagert werden.
5. Offene Leitungen absichern
Falls durch den Ausbau offene Anschlüsse entstehen, werden diese passend zur Anlage verschlossen oder mit einem vorgesehenen Überbrückungsstück versehen. Für entsprechende Gewindeanschlüsse gibt es beispielsweise einen PVC-Stopfen 2" AG.
Vorsicht beim Entkalken: Kalkablagerungen nicht mit Werkzeugen von den Elektrodenplatten abkratzen und keine beliebige Säure verwenden. Eine falsche oder zu aggressive Reinigung kann die Beschichtung der Zelle beschädigen und ihre Lebensdauer verkürzen.
Ersatzteile und Zubehör findest du unter Salzanlage für den Pool, beispielsweise das Zellengehäuse zum SALT MANAGER.
Darf das Salzwasser über den Winter im Pool bleiben?
Ja. Bei der normalen passiven Überwinterung eines Salzwasserpools bleibt das Poolwasser grundsätzlich im Becken. Der Wasserspiegel wird – wie bereits beschrieben – nur so weit abgesenkt, wie es für Einbauteile, Verrohrung und Winterabdeckung erforderlich ist.
Der Salzgehalt senkt zwar den Gefrierpunkt des Wassers geringfügig, bei den für Pools üblichen Salzkonzentrationen ist dieser Effekt jedoch kein ausreichender Frostschutz. Pooltechnik und Leitungen müssen daher genauso sorgfältig winterfest gemacht werden wie bei einem herkömmlich gepflegten Pool.
Edelstahlteile bei Salzwasser kontrollieren
Salzhaltiges Wasser kann die Korrosion bestimmter Metalle begünstigen. Leitern und andere herausnehmbare Edelstahlteile kannst du deshalb für die Winterpause aus dem Pool nehmen, mit Frischwasser abspülen, reinigen und trocken lagern.
Für die Pflege geeigneter Edelstahlteile findest du bei uns beispielsweise das FERMIT Edelstahl-Pflegespray für Poolleitern.
Bei entsprechend ausgeführten Anlagen kann außerdem eine Zink-Opferanode zum Korrosionsschutz metallischer Komponenten eingesetzt werden. Ob und wo eine Opferanode sinnvoll ist, hängt von den verwendeten Materialien und dem Aufbau der Poolanlage ab.
Steuergerät der Salzanlage
Das Steuergerät wird für die Winterpause ausgeschaltet und entsprechend den Herstellerangaben vom Betrieb genommen. Ist es für eine dauerhafte Montage im Technikraum beziehungsweise Technikschacht vorgesehen, muss es nicht automatisch demontiert werden.
Wichtig ist jedoch eine trockene und ausreichend geschützte Umgebung. In einem feuchten Technikschacht solltest du deshalb auch während des Winters kontrollieren, ob sich Kondenswasser oder eindringendes Wasser in der Nähe der Elektronik sammelt.
Nicht vergessen: Verfügt deine Salzanlage zusätzlich über pH-, Redox- oder andere Messsonden, werden diese separat winterfest gemacht. pH- und Redox-Sonden dürfen nicht einfach trocken gelagert werden. Darauf gehen wir im nächsten Schritt genauer ein.
Salzwasser darf bleiben – Wasser in der Technik nicht.
Das Poolwasser bleibt im Becken, während Elektrolysezelle, Zellengehäuse und frostgefährdete Leitungen entsprechend der jeweiligen Anlage entleert und winterfest gemacht werden.
Schritt 10: Dosieranlage einwintern und Sonden richtig lagern
Wenn du eine automatische pH- oder Chlorregelung verwendest, solltest du beim Einwintern besonders auf die Messsonden und Dosierleitungen achten. Vor allem pH- und Redox-Sonden sind empfindlich: Werden sie falsch gelagert oder trocknen über mehrere Monate aus, können sie ungenaue Messwerte liefern oder unbrauchbar werden.
Die wichtigste Regel für pH- und Redox-Sonden: Niemals trocken überwintern lassen. Die Messspitze muss entsprechend den Herstellervorgaben in einer geeigneten Aufbewahrungslösung feucht gehalten werden.
Warum dürfen pH- und Redox-Sonden nicht austrocknen?
Die empfindliche Messmembran einer pH-Sonde benötigt eine hydratisierte Oberfläche, um zuverlässig messen zu können. Trocknet die Elektrode aus, kann sich ihr Messverhalten deutlich verschlechtern. Auch Redox-Sonden sollten entsprechend den Vorgaben des Herstellers feucht gelagert werden.
Eine ausgetrocknete Sonde lässt sich unter Umständen wieder konditionieren, darauf solltest du dich aber nicht verlassen. Die richtige Winterlagerung ist wesentlich einfacher und schont die Elektrode.
pH- und Redox-Sonden richtig überwintern
1. Dosieranlage ausschalten
Anlage ausschalten und gegen unbeabsichtigtes Einschalten sichern. Anschließend die Sonden entsprechend der Anleitung des Herstellers aus dem Sondenhalter nehmen.
2. Sonden vorsichtig reinigen
Messspitze vorsichtig mit sauberem Wasser abspülen. Die empfindliche Messfläche nicht trockenreiben oder mit einem Tuch bearbeiten.
3. Schutzkappe mit KCl-Aufbewahrungslösung befüllen
Die Schutzkappe mit geeigneter KCl-Aufbewahrungslösung 3 mol/l befüllen und auf die Sonde setzen. Die Messspitze muss während der Lagerung ausreichend mit der Lösung benetzt bleiben.
4. Frostfrei lagern
Die Sonden entsprechend den Herstellerangaben frostfrei, geschützt und vorzugsweise aufrecht mit der Messspitze nach unten lagern.
5. Im Frühjahr kontrollieren und kalibrieren
Vor der erneuten Inbetriebnahme die Sonden kontrollieren und entsprechend der verwendeten Dosieranlage kalibrieren beziehungsweise mit geeigneter Prüflösung überprüfen.
Kein destilliertes Wasser verwenden: pH- und Redox-Sonden sollten nicht über Monate in destilliertem oder demineralisiertem Wasser gelagert werden. Verwende die vom Hersteller vorgesehene Aufbewahrungslösung – bei vielen Sonden ist dies eine KCl-Lösung.
Im Frühjahr neu kalibrieren
Nach der Winterpause solltest du die Messsonden nicht einfach wieder einsetzen und sofort mit der automatischen Dosierung beginnen. Kontrolliere zunächst, ob die Sonde plausible Werte liefert, und führe die vom Hersteller vorgesehene Kalibrierung durch.
Dafür findest du bei uns beispielsweise Pufferlösung pH 7 und Pufferlösung pH 4. Für entsprechende Redox-Sonden gibt es die Pufferlösung Redox 475 mV.
Sonde lässt sich nicht mehr sauber kalibrieren? Messsonden sind Verschleißteile. Wenn eine Sonde trotz richtiger Lagerung und Konditionierung keine stabilen beziehungsweise plausiblen Werte mehr liefert oder sich nicht mehr korrekt kalibrieren lässt, kann ein Austausch notwendig sein. Passenden Ersatz findest du beispielsweise als pH-Sonde oder Redox-Sonde.
Dosierpumpe und Dosierleitungen einwintern
Neben den Sonden müssen auch die Dosierpumpen, Saugleitungen, Druckleitungen und Impfstellen entsprechend der jeweiligen Anlage winterfest gemacht werden. Chemikalienreste sollten nicht über Monate in Leitungen oder Pumpenköpfen verbleiben.
Bei Schlauch- beziehungsweise Peristaltikpumpen befindet sich im Pumpenkopf ein flexibler Dosierschlauch, der durch Rollen zusammengedrückt wird. Wie dieser für eine längere Stillstandszeit entlastet wird, ist vom jeweiligen Pumpenmodell abhängig.
Bei der Dosiertechnik kontrollieren:
1. Dosierleitungen nach Herstellerangabe mit geeignetem Wasser spülen, damit keine konzentrierten Chemikalienreste zurückbleiben.
2. Dosierschlauch beziehungsweise Pumpenschlauch kontrollieren und bei Bedarf entsprechend der Pumpenanleitung für die Stillstandszeit entlasten.
3. Sauglanzen und vorhandene Filter reinigen und auf Ablagerungen kontrollieren.
4. Impfventile beziehungsweise Impfstellen kontrollieren und bei Bedarf entsprechend der Herstelleranleitung reinigen.
5. Frostgefährdete wasserführende Bereiche der Anlage vollständig entleeren.
pH-Minus und Flüssigchlor richtig lagern
Auch die Chemikalienkanister gehören zur Einwinterung. Beachte für jedes Produkt die Lagerhinweise auf Etikett und Sicherheitsdatenblatt. Poolchemikalien sollten grundsätzlich kühl, trocken, frostgeschützt und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt gelagert werden.
Chlor und Säure unbedingt getrennt lagern: Chlorprodukte und Säuren beziehungsweise pH-Senker dürfen nicht zusammenkommen. Die Behälter aufrecht, gut verschlossen und getrennt voneinander entsprechend den jeweiligen Sicherheitshinweisen lagern.
Flüssigchlor verliert bei längerer Lagerung nach und nach an Wirkstoffgehalt. Wärme und Licht beschleunigen diesen Abbau. Kontrolliere deshalb beim Saisonstart vorhandene Restbestände und verwende für eine zuverlässige Dosierung bei Bedarf frisches Produkt.
Sonden feucht – Dosiertechnik sauber – Chemikalien sicher lagern.
Alles rund um Sonden, Pufferlösungen, Ersatzteile und automatische Wasserpflege findest du unter Automatische Pool-Regelung.
Schritt 11: Gegenstromanlage und Massagedüsen winterfest machen
Eine Gegenstromanlage benötigt beim Einwintern besondere Aufmerksamkeit. Im Einbaugehäuse, in den angeschlossenen Leitungen und in der Gegenstrompumpe kann Wasser zurückbleiben. Gefriert dieses Wasser, können Gehäuse, Rohrleitungen, Verschraubungen oder die Pumpe beschädigt werden.
Wichtig: Die Gegenstromanlage einfach nur auszuschalten reicht nicht. Alle frostgefährdeten wasserführenden Bereiche müssen entsprechend der jeweiligen Anlage entleert und gegen nachlaufendes Poolwasser geschützt werden.
Zwei Möglichkeiten für die Einwinterung
Variante 1: Wasserspiegel unter die Gegenstromanlage absenken
Der Wasserspiegel wird so weit abgesenkt, wie es für die jeweilige Gegenstromanlage erforderlich ist. Anschließend werden Einbaugehäuse, Rohrleitungen und Pumpe entsprechend den Herstellervorgaben vollständig entleert. Je nach Einbauposition kann dafür eine deutlich stärkere Wasserabsenkung notwendig sein.
Variante 2: Geeignete Winterplatte verwenden
Bei dafür vorgesehenen Gegenstromanlagen kann die Beckenöffnung mit einer passenden Winterplatte gegen das Poolwasser abgedichtet werden. Dadurch kann je nach Poolanlage ein höherer Wasserstand beibehalten werden. Der Bereich hinter der Winterplatte sowie die angeschlossene Verrohrung und Pumpe müssen danach trotzdem vollständig entleert werden.
Winterplatte für die Gegenstromanlage
Eine passende Winterplatte kann besonders dann praktisch sein, wenn die Gegenstromanlage relativ tief in der Beckenwand sitzt. Dadurch muss der Wasserspiegel nicht allein wegen der Gegenstromanlage stark abgesenkt werden.
Für entsprechende BOMBA-Gegenstromanlagen findest du bei uns die Winterplatte für die BOMBA Gegenstromanlage sowie die passende Moosgummi-Dichtung zur BOMBA Winterplatte.
Für entsprechende NEPTUN-Anlagen gibt es die NEPTUN Winterplatte ST900/1050/1150.
Vorteil einer Winterplatte: Bei einer dafür geeigneten Gegenstromanlage kann sie eine starke Wasserabsenkung vermeiden. Das spart Wasser beim Einwintern und beim Wiederbefüllen im Frühjahr.
Massagedüsen und Turbojet winterfest machen
Auch Massage- und Turbojet-Düsen sowie deren Leitungen müssen vor Frost geschützt werden. Je nach System wird der Wasserspiegel abgesenkt oder die Öffnung mit einer dafür vorgesehenen Winterplatte verschlossen.
Für entsprechende Turbojet-Massageanlagen findest du beispielsweise die Turbojet Winterplatte.
Neben der Wasserleitung sollte auch eine vorhandene Luftansaugung kontrolliert werden. Je nach Aufbau der Anlage kann sich auch dort Wasser sammeln. Die Leitungen deshalb entsprechend den Herstellervorgaben entleeren beziehungsweise winterfest machen.
Gegenstrompumpe vollständig entleeren
Die Pumpe der Gegenstromanlage wird ähnlich wie die Filterpumpe winterfest gemacht: Anlage ausschalten, gegen unbeabsichtigtes Einschalten sichern und das Pumpengehäuse über die vorgesehenen Entleerungsöffnungen vollständig entleeren.
Gegenstrompumpen besitzen je nach Modell ein relativ großes Pumpengehäuse und entsprechend große Rohrquerschnitte. Deshalb besonders sorgfältig kontrollieren, ob Pumpe, Armaturen und Leitungen tatsächlich wasserfrei sind.
Entleerungsschrauben beachten: Ob Ablassschrauben während des Winters herausgenommen beziehungsweise Entleerungsöffnungen offen bleiben sollen, richtet sich nach dem jeweiligen Pumpenmodell. Im Zweifel immer die Herstelleranleitung beachten.
Winterplatte oder Wasser absenken – entscheidend ist, was dahinter passiert.
Egal welche Variante du verwendest: Einbaugehäuse, Gegenstrompumpe und frostgefährdete Leitungen müssen wasserfrei sein. Eine Winterplatte verhindert das Nachlaufen von Poolwasser, ersetzt aber nicht das Entleeren der dahinterliegenden Technik.
Schritt 12: Eisdruckpolster richtig einsetzen
Wenn die Wasseroberfläche im Winter zufriert, kann die entstehende Eisdecke Druck auf Beckenwände und Einbauteile ausüben. Eisdruckpolster schaffen eine nachgiebige Zone im Eis und können dadurch helfen, die Belastung auf das Becken zu reduzieren.
Das Prinzip: Eisdruckpolster bestehen aus einem festen, aber nachgiebigen Material. Bei Eisbildung kann das Polster einen Teil des entstehenden Drucks aufnehmen. Besonders bei Pools in Regionen mit längeren Frostperioden ist das eine einfache zusätzliche Schutzmaßnahme.
Wie werden Eisdruckpolster angeordnet?
Die Eisdruckpolster werden miteinander verbunden und als Kette auf der Wasseroberfläche angeordnet. Wichtig ist weniger eine bestimmte Anzahl als eine sinnvolle Anordnung passend zu Form und Größe des Beckens.
Kleinere und klassische Rechteckbecken
Hier werden die Eisdruckpolster häufig diagonal von einer Ecke zur gegenüberliegenden Ecke angeordnet.
Größere oder langgezogene Becken
Hier kann eine Anordnung entlang der Längs- und/oder Querseite beziehungsweise eine zusätzliche Polsterreihe sinnvoll sein. Entscheidend ist, dass eine ausreichend lange nachgiebige Zone entsteht.
Wie viele Eisdruckpolster du benötigst, hängt von Poolgröße, Beckenform und Länge der verwendeten Polster ab. Die einzelnen Elemente werden miteinander verbunden, sodass eine zusammenhängende Kette entsteht.
Eisdruckpolster werden nicht aufgeblasen
Anders als große Luftpolster für Winterabdeckplanen werden klassische Eisdruckpolster nicht mit Luft befüllt. Sie sind bereits fertig ausgeführt und werden direkt miteinander verbunden auf die Wasseroberfläche gelegt.
Ihre Wirkung entsteht durch die Konstruktion und das nachgiebige Material des Polsters. Bei Eisbildung kann das Eisdruckpolster einen Teil des entstehenden Drucks aufnehmen und so die Belastung auf Beckenwände und Einbauteile reduzieren.
Wichtig: Eisdruckpolster nicht mit Luftpolstern für Winterplanen verwechseln. Eisdruckpolster sind fertige Elemente und müssen weder aufgeblasen noch befüllt werden.
Eisdruckpolster im Pool befestigen
Die miteinander verbundenen Polster sollten so fixiert werden, dass sie ihre vorgesehene Position im Becken behalten und nicht durch Wind oder Wasserbewegung an eine Seite treiben.
Dafür können die vorgesehenen Befestigungsösen und geeignete Schnüre verwendet werden. Die Befestigung sollte so erfolgen, dass weder Poolfolie noch Beckenrand oder Abdeckung durch scharfkantige Teile beschädigt werden.
Eisdruckpolster und Luftpolster für Winterplanen
Für die klassische Anordnung auf der Wasseroberfläche findest du bei uns passende Eisdruckpolster für den Pool.
Davon zu unterscheiden sind größere aufblasbare Luftpolster. Diese werden vor allem als Auftrieb beziehungsweise Unterstützung unter geeigneten Winterabdeckplanen eingesetzt. Sie können dabei helfen, die Abdeckung anzuheben und die Bildung einer großen Wassermulde zu reduzieren.
Dafür gibt es beispielsweise Luftpolster 100 × 100 cm oder besonders große Luftpolster 300 × 179 cm.
Nicht verwechseln: Eisdruckpolster werden nicht aufgeblasen und dienen in erster Linie dazu, bei Eisbildung eine nachgiebige Zone im Pool zu schaffen. Große Luftpolster werden dagegen aufgeblasen und hauptsächlich zur Unterstützung geeigneter Winterabdeckplanen verwendet.
Brauche ich Eisdruckpolster auch bei einem milden Winter?
Ob sich tatsächlich eine geschlossene Eisdecke bildet, lässt sich im Herbst nicht sicher vorhersagen. Auch nach mehreren milden Wochen kann eine längere Frostperiode folgen. Wer Eisdruckpolster verwenden möchte, sollte sie deshalb bereits beim Einwintern einsetzen und nicht erst bei angekündigtem Dauerfrost.
Wenn der Pool bereits zugefroren ist: Die Eisdecke niemals gewaltsam aufschlagen, um nachträglich Eisdruckpolster einzusetzen. Dabei können Poolfolie, Einbauteile oder Becken beschädigt werden. Eine geschlossene Eisfläche außerdem nicht betreten.
Kleine Maßnahme, zusätzlicher Schutz bei Frost.
Eisdruckpolster bereits beim Einwintern richtig positionieren, miteinander verbinden und befestigen. Sie sind sofort einsatzbereit und müssen nicht aufgeblasen oder befüllt werden. So befinden sie sich bereits an der richtigen Stelle, bevor sich im Winter eine geschlossene Eisdecke bilden kann.
Schritt 13: Die richtige Abdeckung für den Winter
Eine geeignete Winterabdeckung hält Laub, Schmutz und möglichst viel Licht vom Pool fern und erleichtert damit die Auswinterung im Frühjahr erheblich. Je nach Ausführung schützt sie außerdem vor Niederschlag und hilft dabei, Schnee- und Wasserlasten kontrolliert aufzunehmen beziehungsweise abzuleiten.
Wichtig bei der Auswahl: Nicht jede Poolabdeckung ist automatisch für den Winter geeignet. Entscheidend sind Poolform, Wasserstand, Befestigung, mögliche Schnee- und Wasserlast sowie die Herstellerangaben der jeweiligen Abdeckung.
Was nicht als klassische Winterabdeckung geeignet ist
Solarplane: Eine Solar- beziehungsweise Noppenfolie ist in erster Linie für den Sommerbetrieb gedacht. Sie reduziert Verdunstung und Wärmeverlust, ist aber normalerweise nicht als Winterabdeckung konstruiert. Im Herbst solltest du sie aus dem Becken nehmen, reinigen, vollständig trocknen lassen und geschützt lagern.
Lamellen- beziehungsweise Rollladenabdeckung: Ob eine vorhandene Lamellenabdeckung im Winter auf dem Wasser bleiben darf und wie sie bei Schnee und Frost behandelt werden muss, hängt vom jeweiligen System ab. Dazu gehen wir im nächsten Abschnitt noch genauer ein.
Winterabdeckungen im Vergleich
| Lösung | Geeignet für | Vorteile | Zu beachten |
|---|---|---|---|
| PE-Abdeckplane | Viele Standardbecken | Preiswert, leicht und in vielen Größen erhältlich | Muss sicher befestigt werden; Regen- und Schmelzwasser regelmäßig kontrollieren |
| Plane mit Winterabsenkung | Pools mit abgesenktem Wasserstand | An Pool und Winter-Wasserstand anpassbar, robuste Ausführungen möglich | Meist Maßanfertigung; korrekte Befestigung erforderlich |
| Aufblasbare Winterhaube | Hoher Schutz- und Komfortanspruch | Kuppelform; Niederschlag, Laub und Schmutz werden weitgehend vom Becken ferngehalten | Höherer Anschaffungspreis; Gebläse und Stromversorgung erforderlich |
| Sicherheitsabdeckung / Sicherheitsnetz | Pools mit erhöhtem Sicherheitsbedarf | Je nach System hohe Belastbarkeit; Niederschlag kann durch das Netz gelangen | Wasserstand kann steigen; Schutz vor Licht und feinem Schmutz abhängig von der Ausführung |
| Lamellenabdeckung | Pools mit vorhandenem Rollladensystem | Komfortable Poolabdeckung | Winterbetrieb, Wasserstand und Schneelast unbedingt nach Herstellervorgabe |
PE-Abdeckplane – die preiswerte Winterlösung
Eine klassische PE-Winterplane ist eine einfache und preiswerte Möglichkeit, den Pool über die kalte Jahreszeit abzudecken. Unsere PEB-Abdeckplanen mit 200 g/m² gibt es in verschiedenen Ausführungen für runde, ovale, achtförmige und rechteckige Becken – beispielsweise eckig 800 × 500 cm oder rund 500 cm.
Je nach Umgebung und Plane erfolgt die Befestigung beispielsweise mit Wassersäcken oder mit Gummiseil und geeigneten Bodenankern. Dafür gibt es unter anderem versenkbare Bodenanker für Beton und Stein, Edelstahlanker für Holzflächen oder Bodenanker für Rasen.
Wassersäcke nicht komplett befüllen: Im Wassersack muss Platz für die Ausdehnung bei Frost bleiben. Halte dich bei der Füllmenge an die Produktvorgabe. Steine, Ziegel oder andere harte Gegenstände sind zum Beschweren einer Poolplane ungeeignet – bei Wind oder Sturm können sie ins Becken gelangen und Poolfolie oder Einbauteile beschädigen.
Bei Planen, auf denen sich Regen- oder Schmelzwasser sammelt, muss dieses regelmäßig entfernt werden. Schon wenige Zentimeter Wasser auf einer großen Poolfläche bedeuten eine erhebliche zusätzliche Belastung für Plane und Befestigung.
Winterplane mit Absenkung
Wird der Wasserspiegel für die Einwinterung deutlich abgesenkt, muss auch die Winterabdeckung dafür geeignet sein. Eine normale Plane kann sonst stark durchhängen und hohe Zugkräfte auf Plane und Befestigung erzeugen.
Für solche Anwendungen gibt es individuelle Abdeckungen mit Winterabsenkung als Plane oder als Winterhaube nach Maß. Eine besonders robuste Variante ist die WinterSKIN aus 580 g PVC inklusive entsprechender Befestigung.
Aufblasbare Poolabdeckung für den Winter
Eine besonders komfortable Lösung ist die aufblasbare Poolabdeckung. Durch ihre Kuppelform werden Regen, Laub und – innerhalb der vorgesehenen Belastungsgrenzen – Schnee seitlich abgeleitet. Dadurch entsteht keine klassische Wassermulde wie bei einer flach aufliegenden Plane.
Die aufblasbare Abdeckung gibt es für unterschiedliche Poolformen und Abmessungen. Für den Betrieb wird eine passende Gebläsepumpe verwendet, die den notwendigen Innendruck aufrechterhält.
Vorteil der aufblasbaren Haube: Laub, Schmutz und ein großer Teil des Niederschlags gelangen gar nicht erst ins Poolwasser. Das kann die Kontrolle während des Winters und die Auswinterung im Frühjahr deutlich erleichtern.
Sicherheitsnetz und Sicherheitsabdeckung
Wenn eine Abdeckung zusätzlich eine Sicherheitsfunktion erfüllen soll, ist eine dafür geprüfte beziehungsweise vom Hersteller entsprechend ausgewiesene Sicherheitsabdeckung erforderlich. Eine normale Winterplane ist keine Absturzsicherung und darf nicht betreten werden.
Je nach Ausführung kommen beispielsweise ein Loop-Loc Sicherheitsnetz oder ein GRILLE Sicherheitsnetz infrage. Die Befestigung erfolgt passend zum Untergrund beispielsweise mit Erdankern oder Betonankern.
Bei wasserdurchlässigen Sicherheitsnetzen gelangt Niederschlag weiterhin in den Pool. Deshalb muss der Wasserstand auch im Winter kontrolliert werden, damit Skimmer und andere frostgefährdete Einbauteile nicht wieder unter Wasser geraten.
Bei Kindern besonders wichtig: Eine Abdeckung darf nur dann als Sicherheitsabdeckung betrachtet werden, wenn das konkrete System vom Hersteller dafür vorgesehen ist und korrekt montiert sowie gespannt wurde. Eine normale Winterplane niemals betreten.
Den Pool im Winter gar nicht abdecken?
Grundsätzlich kann ein entsprechend eingewinterter Pool auch ohne geschlossene Winterabdeckung überwintern. Der Aufwand steigt jedoch deutlich: Laub, Staub und andere Verschmutzungen gelangen ins Becken, Niederschlag lässt den Wasserstand steigen und Licht kann das Algenwachstum begünstigen.
Bleibt der Pool offen, sind deshalb häufigere Kontrollen und regelmäßiges Entfernen von Laub und Schmutz notwendig.
Welche Winterabdeckung ist die richtige?
Für eine einfache und preiswerte Einwinterung eignet sich eine passende Pool-Abdeckplane. Wer möglichst wenig Schmutz und Niederschlag im Pool haben möchte, findet mit einer aufblasbaren Poolabdeckung eine besonders komfortable Lösung. Entscheidend ist immer, dass Abdeckung, Befestigung und Winter-Wasserstand zueinander passen.
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Sonderfall: Überlaufbecken richtig einwintern
Bei einem Überlaufpool funktioniert die klassische Empfehlung „Wasser unter den Skimmer absenken“ natürlich nicht. Das Wasser steht im Betrieb bis zur Überlaufrinne und gelangt von dort in den Ausgleichsbehälter, aus dem es von der Filterpumpe wieder angesaugt wird.
Beim Einwintern müssen deshalb neben dem eigentlichen Becken auch Überlaufrinne, Ausgleichsbehälter, Nachspeisung und die dazugehörigen Leitungen berücksichtigt werden.
Der entscheidende Unterschied: Beim Skimmerpool wird vor allem der Skimmerkreislauf winterfest gemacht. Beim Überlaufpool kommen zusätzlich die komplette Überlaufrinne, der Ausgleichsbehälter und dessen Verrohrung hinzu.
Wasserspiegel beim Überlaufpool absenken
Für die passive Überwinterung wird der Wasserstand so weit abgesenkt, dass kein Poolwasser mehr in die Überlaufrinne gelangen kann und die Rinne entsprechend der Konstruktion entleert werden kann.
Wie weit der Wasserspiegel abgesenkt werden muss, lässt sich bei einem Überlaufbecken nicht pauschal in Zentimetern festlegen. Entscheidend sind unter anderem:
Überlaufrinne: Sie muss für die vorgesehene Winterisierung ausreichend vom Beckenwasser getrennt sein.
Einlaufdüsen: Position und Art der Winterisierung bestimmen mit, wie weit abgesenkt werden muss.
Gegenstromanlage und Massagedüsen: Je nach System Wasserstand absenken oder geeignete Winterplatte verwenden.
Unterwasserscheinwerfer: Herstellerangaben beachten – sie müssen nicht automatisch trockenliegen.
Winterabdeckung: Auch sie kann einen bestimmten Wasserstand voraussetzen.
Keine pauschale Zentimeterangabe: Bei Überlaufpools unterscheiden sich Beckenkopf, Rinne und Einbauteile stark. Deshalb nicht einfach beispielsweise 10, 20 oder 30 cm absenken, sondern den richtigen Winter-Wasserstand anhand der konkreten Poolanlage festlegen.
Überlaufrinne vollständig entleeren
Besondere Aufmerksamkeit verdient die Überlaufrinne. Je nach Bauart befinden sich darin Rinnenabläufe und Rohrleitungen zum Ausgleichsbehälter. Diese Bereiche müssen so winterfest gemacht werden, dass kein frostgefährdetes Restwasser eingeschlossen bleibt.
Die Rinne sollte vor der Winterpause außerdem gründlich gereinigt werden. Laub, Schmutz und organische Ablagerungen lassen sich jetzt wesentlich leichter entfernen als nach mehreren Monaten Winterpause.
Achtung bei Niederschlag: Auch eine im Herbst entleerte Überlaufrinne kann sich durch Regen, Schmelzwasser oder einen steigenden Pool-Wasserstand wieder füllen. Deshalb Rinne und Wasserstand während des Winters regelmäßig kontrollieren.
Ausgleichsbehälter winterfest machen
Der Ausgleichsbehälter ist ein wesentlicher Bestandteil eines Überlaufpools. Bei einer passiven Überwinterung muss er entsprechend der Anlage entleert und gegen unbeabsichtigtes Wiederbefüllen gesichert werden, sofern er sich in einem frostgefährdeten Bereich befindet.
1. Ausgleichsbehälter entleeren
Den Behälter über die vorgesehene Entleerung beziehungsweise mit einer geeigneten Pumpe entleeren.
2. Nachspeisung deaktivieren
Eine automatische Frischwassernachspeisung ausschalten beziehungsweise absperren, damit der entleerte Behälter nicht automatisch wieder befüllt wird.
3. Niveauregelung außer Betrieb nehmen
Niveausonden, Schwimmerschalter und die dazugehörige Steuerung entsprechend den Herstellerangaben für die Winterpause außer Betrieb nehmen.
4. Frischwasserleitung beachten
Befindet sich die Nachspeiseleitung in einem frostgefährdeten Bereich, muss auch diese entsprechend der Installation abgesperrt und entleert beziehungsweise anderweitig gegen Frost geschützt werden.
5. Saugleitung zur Filteranlage entleeren
Auch die Leitung vom Ausgleichsbehälter zur Filterpumpe sowie weitere frostgefährdete Leitungen und Armaturen müssen wasserfrei gemacht werden.
Rinnenroste reinigen und kontrollieren
Vor dem Winter solltest du die Rinnenroste abnehmen beziehungsweise anheben und die darunterliegende Überlaufrinne gründlich reinigen. Laub, Insekten und andere Verschmutzungen können sich dort über die Saison ansammeln.
Ob die Rinnenroste über den Winter entfernt werden sollen, hängt vom verwendeten System und Material ab. Werden sie eingelagert, sollten sie gereinigt und entsprechend den Herstellerangaben spannungsfrei gelagert werden. Bleiben sie am Pool, darf sich darunter kein problematisches Eis bilden und die Roste sollten im Winter nicht betreten werden.
Winterabdeckung beim Überlaufpool
Auch die Winterabdeckung muss zur besonderen Konstruktion eines Überlaufbeckens passen. Dabei ist vor allem darauf zu achten, wohin Regen- und Schmelzwasser abgeleitet werden.
Eine Abdeckung sollte nicht dazu führen, dass große Mengen Niederschlag gezielt in die zuvor entleerte Überlaufrinne gelangen. Je nach Beckenkonstruktion kann deshalb eine Abdeckung sinnvoll sein, die über den Beckenkopf hinausreicht und Niederschlag nach außen ableitet.
Eine aufblasbare Poolabdeckung kann bei geeigneter Ausführung besonders praktisch sein: Durch die Kuppelform werden Regen, Laub und Schnee weitgehend seitlich vom Pool weggeleitet.
Auch im Winter kontrollieren: Bei einem Überlaufpool solltest du besonders darauf achten, dass Wasserstand, Überlaufrinne und Ausgleichsbehälter nicht durch Niederschlag oder eine automatische Nachspeisung unbemerkt wieder gefüllt werden.
Infinity Pool und spezielle Überlaufbecken
Bei Infinity Pools, High-Level Pools, einseitigen Überlaufkanten und anderen Sonderkonstruktionen kann die Einwinterung nochmals anders aussehen. Hier spielen unter anderem die Position der Sammelrinne, die Leitungsführung, Rückschlagventile, Entleerungsmöglichkeiten und die Lage der Pooltechnik eine Rolle.
Bei Überlaufpools lieber einmal nachfragen: Diese Becken sind häufig individuell geplant und verrohrt. Wenn du nicht sicher bist, welche Leitungen entleert werden müssen oder wie weit der Wasserstand abgesenkt werden darf, kläre die Einwinterung anhand deiner konkreten Poolanlage beziehungsweise des Verrohrungsplans.
Beim Überlaufpool reicht es nicht, nur das Becken zu betrachten.
Überlaufrinne, Ausgleichsbehälter, Nachspeisung und die dazugehörigen Leitungen sind Teil des Wasserkreislaufs und müssen gemeinsam winterfest gemacht werden. Je individueller die Anlage, desto wichtiger ist eine Einwinterung passend zur tatsächlichen Verrohrung.
Sonderfall: Pool mit Überdachung überwintern
Eine Poolüberdachung nimmt dir im Winter viel Arbeit ab. Laub und grober Schmutz gelangen kaum ins Becken und eine zusätzliche klassische Winterplane über dem gesamten Pool ist häufig nicht notwendig. Ein Punkt wird dabei allerdings leicht unterschätzt: Unter einer transparenten Poolüberdachung gelangt weiterhin Licht ins Becken.
An sonnigen Wintertagen kann sich der Bereich unter der Überdachung außerdem deutlich erwärmen. Licht, organische Verunreinigungen und steigende Wassertemperaturen können das Algenwachstum begünstigen. Deshalb kann auch ein scheinbar perfekt geschützter Pool im Frühjahr trübes oder grünliches Wasser haben.
Unser Tipp bei einer transparenten Poolüberdachung: Eine lichtundurchlässige, für diesen Einsatzzweck geeignete Abdeckung direkt auf der Wasseroberfläche kann den Lichteintrag deutlich reduzieren und damit die Voraussetzungen für Algenwachstum verschlechtern.
EnergyGuard direkt auf der Wasseroberfläche
Für diesen Einsatzzweck verwenden wir die EnergyGuard GeoBubble 500 my nach Maß. Sie liegt direkt auf der Wasseroberfläche und reduziert den Lichteintrag in das Poolwasser sehr stark.
Die dunkle beziehungsweise lichtblockierende Ausführung ist hier der entscheidende Unterschied zu einer herkömmlichen transparenten Solarfolie. Weniger Licht bedeutet schlechtere Bedingungen für Photosynthese und damit auch für Algenwachstum.
Zusätzlich reduziert eine direkt auf dem Wasser liegende Abdeckung die Verdunstung. Dadurch gelangt weniger Feuchtigkeit in den Innenraum der Poolüberdachung, was insbesondere bei geschlossenen Überdachungen während der Wintermonate angenehm ist.
Bei Maßanfertigung genau messen: Die Abdeckung wird passend zum Pool gefertigt. Beachte deshalb die Mess- und Bestellhinweise des jeweiligen Produkts sowie die Hinweise zu Maßanfertigungen.
Aber Solarplanen sollen im Winter doch aus dem Pool?
Das gilt weiterhin für eine herkömmliche Sommer-Solarfolie und insbesondere für einen offenen Pool. Eine normale Noppenfolie ist in erster Linie für den Sommerbetrieb gedacht und sollte nicht automatisch als Winterabdeckung verwendet werden.
Unter einer Poolüberdachung gelten andere Bedingungen: Die aufliegende Folie ist vor direkter Schnee- und Witterungsbelastung geschützt. Trotzdem muss das verwendete Produkt ausdrücklich für die vorgesehenen Temperaturen und den Wintereinsatz geeignet sein.
Nicht verwechseln: Eine dünne Sommer-Solarfolie und eine robuste, lichtblockierende Abdeckung für die Verwendung unter einer Poolüberdachung sind nicht dasselbe. Entscheidend sind Material, Stärke und die Herstellerfreigabe für den jeweiligen Einsatz.
Wasserstand unter der Poolüberdachung
Eine auf dem Wasser schwimmende Abdeckung funktioniert am besten, wenn sie sauber auf der Wasseroberfläche aufliegt. Gleichzeitig muss der Pool für den Winter so vorbereitet werden, dass Skimmer, Einlaufdüsen und frostgefährdete Leitungen geschützt sind.
Dafür gibt es je nach Poolanlage unterschiedliche Möglichkeiten:
Variante 1: Skimmer mit geeigneter Winterplatte verschließen
Bei dafür vorgesehenen Skimmersystemen kann eine Winterplatte das Poolwasser vom Skimmer trennen. Dadurch kann je nach Anlage ein höherer Wasserstand beibehalten werden. Die dahinterliegende Skimmerleitung muss trotzdem vollständig winterfest gemacht werden.
Variante 2: Wasserspiegel absenken
Ohne geeignete Winterplatte wird der Wasserspiegel entsprechend Skimmer, Einlaufdüsen, Verrohrung und Herstellerangaben abgesenkt. Die aufliegende Abdeckung befindet sich dadurch ebenfalls etwas tiefer im Becken.
Eine Poolüberdachung ersetzt die Einwinterung der Technik nicht: Filteranlage, Pumpe, Wärmepumpe, Dosieranlage und frostgefährdete Leitungen müssen genauso winterfest gemacht werden wie bei einem Pool ohne Überdachung. Unter der Überdachung ist es zwar geschützter, aber nicht automatisch frostfrei.
Schnee auf der Poolüberdachung
Eine Poolüberdachung ist je nach Modell nur für eine bestimmte Schneelast ausgelegt. Wie viel Schnee zulässig ist, kann deshalb nicht pauschal in Zentimetern angegeben werden. Besonders nasser oder vereister Schnee kann erheblich schwerer sein als frisch gefallener Pulverschnee.
Deshalb gilt immer die vom Hersteller angegebene zulässige Schneelast. Bei stärkerem Schneefall sollte die Überdachung rechtzeitig und vorsichtig von Schnee befreit werden.
Frühzeitig räumen: Schnee besser regelmäßig entfernen, bevor eine schwere, nasse oder vereiste Schicht entsteht.
Schonende Werkzeuge verwenden: Nur Hilfsmittel verwenden, die für die Oberfläche der Überdachung geeignet sind. Scharfe Metallkanten und Eiskratzer können Polycarbonat und andere Oberflächen beschädigen.
Nicht auf die Überdachung steigen: Poolüberdachungen dürfen nur betreten werden, wenn der Hersteller dies ausdrücklich vorsieht.
Segmente nicht unter Schneelast bewegen: Vor dem Verschieben beziehungsweise Zusammenschieben zuerst die Schneelast entfernen und die Vorgaben des Herstellers beachten.
Schneelast nicht unterschätzen: Entscheidend ist nicht nur die Schneehöhe, sondern vor allem das Gewicht. Nasser, verdichteter oder vereister Schnee kann die Konstruktion wesentlich stärker belasten als lockerer Neuschnee.
Laufschienen, Rollen und Beschläge kontrollieren
Bei verschiebbaren Poolüberdachungen sollten auch die Laufschienen im Winter sauber gehalten werden. Laub, Schmutz, Schnee und Eis können den Lauf der Segmente behindern und Entwässerungsöffnungen verstopfen.
Vor dem Bewegen der Überdachung deshalb kontrollieren, ob Schienen und Rollen frei beweglich sind. Ein festgefrorenes Segment niemals mit Gewalt verschieben. Dadurch können Rollen, Führungen, Verriegelungen oder andere Beschläge beschädigt werden.
Kein heißes Wasser gegen Eis verwenden: Festgefrorene Schienen oder Bauteile nicht mit sehr heißem Wasser oder mechanischer Gewalt lösen. Starke Temperaturunterschiede und ungeeignete Werkzeuge können Materialien und Oberflächen beschädigen. Besser auf natürliches Antauen warten beziehungsweise die Herstellerhinweise beachten.
Poolüberdachung im Winter lüften
Unter einer geschlossenen Poolüberdachung kann sich durch Temperaturunterschiede Kondenswasser bilden. Besonders an sonnigen Tagen erwärmt sich die Luft unter der Überdachung, während die Außentemperatur niedrig bleibt.
Wenn es Konstruktion und Hersteller erlauben, kann an trockenen und frostfreien Tagen kurz gelüftet werden. Vorhandene Lüftungsöffnungen sollten frei bleiben. Eine direkt auf dem Wasser liegende Abdeckung kann zusätzlich die Verdunstung und damit die Feuchtigkeitsmenge unter der Überdachung reduzieren.
Poolüberdachung vorhanden? Dann hast du im Winter einen großen Vorteil.
Laub und grober Schmutz bleiben weitgehend draußen. Achte trotzdem auf Lichteintrag, Wasserstand, Frostschutz der Pooltechnik, Schneelast und saubere Laufschienen. Mit einer geeigneten lichtblockierenden Abdeckung direkt auf dem Wasser kannst du die Bedingungen für eine saubere Überwinterung zusätzlich verbessern.
Sonderfall: Rollladenabdeckung im Winter
Bei einer Rollladen- beziehungsweise Lamellenabdeckung ist die richtige Winterposition besonders wichtig. Ob die Abdeckung im Winter ausgefahren auf dem Wasser bleiben darf oder eingefahren werden muss, hängt vom jeweiligen System, dem Lamellenmaterial und den Vorgaben des Herstellers ab.
Keine pauschale Regel für alle Lamellenabdeckungen: Einige Systeme dürfen unter bestimmten Bedingungen auf dem Wasser überwintern, bei anderen muss die Abdeckung eingefahren werden. Entscheidend sind immer die Winter- und Schneelastvorgaben des Herstellers.
Schnee und Eis sind die entscheidenden Punkte
Poollamellen bestehen je nach Ausführung beispielsweise aus PVC oder Polycarbonat und sind als schwimmende Abdeckung konstruiert. Sie reduzieren im Sommer Wärmeverluste und Verdunstung und halten einen Teil der Verschmutzungen vom Pool fern.
Im Winter entstehen jedoch andere Belastungen. Schnee, Eis und ein veränderter Wasserstand können auf Lamellen, Aufrollvorrichtung und Antrieb wirken. Besonders kritisch wird es, wenn sich eine geschlossene Eisdecke bildet oder eine größere Schneelast auf der Abdeckung liegt.
Eine festgefrorene Lamellenabdeckung niemals bewegen: Ist die Abdeckung oder der Aufrollmechanismus durch Eis blockiert, Motor nicht betätigen und die Lamellen nicht mit Gewalt bewegen. Dadurch können Lamellen, Verbindungen, Welle oder Antrieb beschädigt werden.
Vor dem Winter Herstellerangaben prüfen
Bevor du den Pool einwinterst, solltest du bei deiner Lamellenabdeckung klären, welche Winterposition vorgesehen ist. Dabei sind vor allem folgende Punkte wichtig:
Winterposition: Soll die Abdeckung ausgefahren, teilweise eingefahren oder vollständig aufgerollt werden?
Schneelast: Welche Belastung ist für das konkrete Lamellensystem zulässig?
Wasserstand: Welcher Wasserstand muss eingehalten werden, damit Lamellen und Aufrollmechanismus korrekt positioniert bleiben?
Frost und Eis: Welche Vorgaben macht der Hersteller bei zugefrorener Wasseroberfläche?
Antrieb: Wie werden Motor, Steuerung und gegebenenfalls Solarantrieb für die Winterpause außer Betrieb genommen?
Überflur-Rollladen im Winter
Bei einer Überflur-Rollladenabdeckung befinden sich Welle und Lamellenpaket oberhalb beziehungsweise am Beckenrand. Ist laut Hersteller für den Winter die aufgerollte Position vorgesehen, bleibt das Lamellenpaket auf der Welle.
Eine dafür vorgesehene Schutzabdeckung kann Lamellen und Mechanik zusätzlich vor Schmutz und Witterung schützen. Dabei muss darauf geachtet werden, dass sich keine problematische Feuchtigkeit staut und die Abdeckung entsprechend den Herstellervorgaben verwendet wird.
Unterflur-Rollladen im Winter
Bei einem Unterflur-Rollladen befindet sich das Lamellenpaket in einem Schacht beziehungsweise einer im Pool integrierten Aufrollkammer. Hier ist die Einwinterung stark von der jeweiligen Konstruktion abhängig.
Insbesondere muss geklärt werden, welcher Wasserstand für Schacht, Lamellenpaket und Aufrollmechanismus vorgesehen ist. Ein pauschales Absenken des Wassers unter den Rollladenschacht kann bei manchen Systemen genauso falsch sein wie ein zu hoher Wasserstand bei anderen Konstruktionen.
Unterflur-Systeme besonders beachten: Hier immer die Einwinterungsanleitung des Herstellers verwenden. Wasserstand, Schacht, Aufrollmechanismus und Lamellen bilden ein gemeinsames System und sollten nicht getrennt voneinander betrachtet werden.
Motor und Steuerung winterfest machen
Wird die Rollladenabdeckung während des Winters nicht betrieben, sollte der Antrieb entsprechend den Herstellerangaben außer Betrieb genommen und gegen unbeabsichtigtes Betätigen gesichert werden.
Das gilt besonders dann, wenn Lamellen durch Eis oder Schnee blockiert sein könnten. Auch bei solarbetriebenen Anlagen muss die vom Hersteller vorgesehene Winterstellung beziehungsweise Abschaltung beachtet werden.
Motor niemals gegen Eis arbeiten lassen: Vor jeder Bewegung im Winter kontrollieren, ob Lamellen, Welle und Führungen frei beweglich sind. Ein blockierter Rollladen kann den Antrieb und die Lamellenverbindungen stark belasten.
Brauche ich zusätzlich eine Winterabdeckung?
Das hängt von der Lamellenabdeckung und deren Herstellerfreigabe für den Winterbetrieb ab. Ist das vorhandene System nicht als alleinige Winterabdeckung vorgesehen, kann eine separate geeignete Winterabdeckung sinnvoll sein.
Dafür kommen je nach Pool beispielsweise eine klassische Pool-Winterplane, eine Sicherheitsabdeckung oder eine andere für den jeweiligen Pool geeignete Winterlösung infrage.
Wichtig ist dabei, dass sich die zusätzliche Winterabdeckung mit dem Lamellensystem, dem vorgesehenen Wasserstand und dem Aufrollmechanismus verträgt. Eine Winterplane darf nicht einfach so montiert werden, dass ihre Last auf einem empfindlichen Lamellenpaket liegt.
Auch im Winter regelmäßig kontrollieren
Bei einer Lamellenabdeckung solltest du während des Winters besonders auf Schnee, Eis, Wasserstand und die Position der Lamellen achten. Nach starkem Schneefall, Tauwetter oder längeren Frostperioden lohnt sich eine zusätzliche Kontrolle.
Bei Lamellenabdeckungen entscheidet das konkrete System.
Nicht pauschal einfahren oder ausgefahren lassen. Prüfe vor dem Winter die Vorgaben für Winterposition, Wasserstand, Frost und Schneelast. Unsere Rollladenlösungen und passende Ersatzteile findest du unter Rollladen- und Lamellenabdeckungen.
Sonderfall: Aufstellbecken, Stahlwandpool und Holzpool
Bei Aufstellbecken, Stahlwandpools und Holzpools gibt es beim Einwintern einige Besonderheiten. Vor allem frei stehende Technik, Schläuche und Einbauteile sind Frost unmittelbar ausgesetzt. Gleichzeitig darf nicht jedes Aufstellbecken einfach über den Winter stehen bleiben.
Die wichtigste Frage zuerst: Ist dein Pool laut Hersteller für die Überwinterung im aufgebauten Zustand geeignet? Bei einem fest aufgebauten Stahlwand- oder Holzpool lautet die Antwort häufig ja. Saisonale Frame- und Quick-Up-Pools müssen je nach Hersteller dagegen abgebaut werden.
Filteranlage, Schläuche und Zubehör
Bei frei stehenden Pools befindet sich die Technik meist oberhalb des Bodens und damit direkt im frostgefährdeten Bereich. Hier solltest du besonders sorgfältig arbeiten.
1. Filteranlage und Schläuche entleeren
Filteranlage, Pumpe und frostgefährdete Schläuche vollständig entleeren. Abnehmbare Schläuche kannst du reinigen, trocknen und geschützt lagern. Besonders in Schlauchbögen und Anschlüssen darf kein Wasser eingeschlossen bleiben.
2. Skimmer und Einlaufdüsen winterfest machen
Aufsteckskimmer werden normalerweise entfernt, gereinigt und trocken gelagert. Fest eingebaute Skimmer und Einlaufdüsen werden passend zur Konstruktion durch Absenken des Wasserspiegels, Winterstopfen oder geeignete Winterplatten geschützt.
3. Poolleiter herausnehmen
Herausnehmbare Leitern vor dem Winter aus dem Pool nehmen, reinigen und trocken lagern. Edelstahlteile kannst du nach der Reinigung bei Bedarf mit einem geeigneten Edelstahl-Pflegespray pflegen.
4. Abnehmbares Zubehör entfernen
Abnehmbare Kunststoffteile und sonstiges Poolzubehör reinigen und entsprechend den Herstellerangaben trocken beziehungsweise frostgeschützt lagern. So werden sie nicht unnötig Frost, UV-Strahlung und Witterung ausgesetzt.
Stahlwandpool im Winter: Wasser normalerweise im Becken lassen
Ein dauerhaft aufgebauter Stahlwandpool wird im Winter normalerweise nicht vollständig entleert. Das Wasser trägt zur Stabilisierung des Beckens bei und bei teilweise oder vollständig eingelassenen Pools spielen zusätzlich die Konstruktion und die Belastung durch das umgebende Erdreich eine Rolle.
Auch die Innenfolie sollte nicht ohne Grund über Monate ohne Wasser im Becken verbleiben. Deshalb wird der Wasserstand nur so weit abgesenkt, wie es für Skimmer, Einlaufdüsen, Verrohrung und die verwendete Winterabdeckung erforderlich ist.
Nicht pauschal 10 cm unter den Skimmer absenken: Der richtige Winter-Wasserstand hängt vom verwendeten Skimmer, den Einlaufdüsen, der Verrohrung und der Winterabdeckung ab. Entscheidend ist, dass frostgefährdete Einbauteile und Leitungen entsprechend ihrer Konstruktion geschützt werden.
Stahlwandpool nicht einfach komplett entleeren: Eine vollständige Entleerung sollte bei einem dauerhaft aufgebauten Stahlwandbecken nur erfolgen, wenn sie aufgrund von Reparaturarbeiten notwendig und für die jeweilige Beckenkonstruktion vorgesehen ist.
Welche Aufstellpools müssen im Herbst abgebaut werden?
Nicht jedes Aufstellbecken ist für eine Überwinterung im Freien ausgelegt. Besonders bei Quick-Up-Pools, Frame-Pools und anderen saisonalen Aufstellbecken unterscheiden sich die Vorgaben je nach Hersteller und Modell erheblich.
Schreibt der Hersteller den Abbau für den Winter vor, solltest du das Becken entsprechend vorbereiten:
1. Pool entsprechend der Herstelleranleitung entleeren.
2. Beckenfolie und Rahmen gründlich reinigen.
3. Alle Bauteile vollständig trocknen lassen.
4. Folie vorsichtig und entsprechend der Anleitung zusammenlegen.
5. Trocken, frostgeschützt und vor Nagetieren geschützt lagern.
Besonders wichtig ist das vollständige Trocknen. Wird eine Poolfolie feucht zusammengelegt und mehrere Monate gelagert, können sich Geruch, Verfärbungen oder Schimmel bilden und Folienflächen aneinanderhaften.
Im Zweifel entscheidet die Herstelleranleitung: Steht dort ausdrücklich, dass das Becken für den Winter abgebaut werden muss, solltest du dieser Vorgabe folgen. Nicht jeder Frame- oder Aufstellpool ist für Frost, Schnee und Eis ausgelegt.
Holzpool richtig einwintern
Ein dauerhaft aufgebauter Holzpool kann in der Regel im Freien überwintern, sofern das jeweilige Modell dafür vorgesehen ist. Das Beckenwasser bleibt dabei normalerweise im Pool und wird – wie beim Stahlwandpool – nur entsprechend der Einbauteile und Winterabdeckung abgesenkt.
Zusätzlich lohnt sich vor dem Winter eine Kontrolle der Holzkonstruktion:
Folie: Auf Beschädigungen, auffällige Falten und problematische Stellen am Beckenrand kontrollieren.
Holzkonstruktion: Auf Beschädigungen, Feuchtigkeit und auffällige Verfärbungen prüfen.
Verschraubungen: Sichtprüfung der Konstruktion und Befestigungen durchführen.
Holzschutz: Pflege und gegebenenfalls Nachbehandlung ausschließlich passend zur Holzart und nach den Vorgaben des Herstellers durchführen.
Umgebung: Darauf achten, dass Wasser rund um das Becken ablaufen kann und sich keine dauerhafte Staunässe an der Holzkonstruktion bildet.
Aufstellpool ist nicht gleich Aufstellpool.
Ein dauerhaft aufgebauter Stahlwand- oder Holzpool wird anders eingewintert als ein saisonaler Frame- oder Quick-Up-Pool. Deshalb zuerst prüfen, ob das Becken laut Hersteller aufgebaut überwintern darf – und danach Wasserstand, Technik und Abdeckung passend zum jeweiligen Poolsystem vorbereiten.
Zubehör richtig einlagern
Ein guter Teil der Frühjahrsärgernisse entsteht nicht am Becken, sondern in der Garage. Was du jetzt sauber wegräumst, funktioniert im April noch.
Poolroboter
Der Roboter kommt aus dem Wasser, wird komplett gereinigt – Filterkartuschen oder Filterbeutel heraus, ausspülen, trocknen – und vollständig getrocknet eingelagert. Frostfrei, weil im Gehäuse immer Restwasser bleibt und die Elektronik empfindlich ist.
Das Kabel wird locker aufgerollt gelagert, nicht eng um das Gerät gewickelt: Das erzeugt genau die Verdrehungen, die im Frühjahr zum Verheddern führen. Ein Dolphin Caddy ist dafür ideal, weil der Roboter darauf abtropfen und stehen kann. Ersatzfilter und Bürsten findest du unter Poolroboter Ersatzteile – wenn die Bürsten abgefahren sind, ist jetzt der günstige Moment zum Tauschen.
Hinweis für Akku-Poolroboter: Akku nicht vollständig entladen einlagern. Ideal ist ein Ladezustand von etwa 50 %. Den Poolroboter kühl und trocken lagern und den Akku, wenn möglich, einmal im Winter nachladen. Tiefentladene Lithium-Akkus lassen sich im Frühjahr unter Umständen nicht mehr aufladen.

Leitern und Handläufe
Ausbauen, abspülen, trocknen. Chlor- und Salzreste an Edelstahl führen über den Winter zu Lochfraß, der nicht mehr rückgängig zu machen ist. Mit Edelstahl-Pflegespray behandeln. Eine Zinkplatte für die Edelstahlleiter schützt zusätzlich vor Korrosion.
Sauggarnitur, Kescher, Bürsten
Saugschlauch vollständig entleeren – aufrollen und senkrecht hängen lassen, bis nichts mehr tropft. Teleskopstangen auseinanderziehen, innen trocknen lassen, dann eingefahren lagern. Bürsten abspülen, sonst kleben die Borsten zusammen.
Solarplane und Aufroller
Solarplane abnehmen, mit klarem Wasser abspülen, trocknen, locker aufgerollt oder gefaltet im Schatten lagern. Nicht in der prallen Sonne liegen lassen – UV zerstört sie schneller als der Winter. Den Aufroller abbauen oder abdecken.
Chemie richtig über den Winter lagern
Poolchemie richtig lagern: Alle Poolchemikalien frostfrei, trocken und dunkel aufbewahren. Chlorprodukte und Säuren unbedingt getrennt lagern. Granulate immer gut verschlossen halten, da sie Feuchtigkeit aufnehmen und verklumpen können.
Kontrolliere bei Teststreifen und Reagenzien auch das Ablaufdatum. Abgelaufene Reagenzien können falsche Messwerte liefern und sollten nicht mehr für die Wasseranalyse verwendet werden.
Wichtig bei Flüssigchlor: Angebrochenes Flüssigchlor verliert auch bei guter Lagerung mit der Zeit an Wirkstoffgehalt. Nach mehreren Monaten kann die Wirkung deutlich geringer sein. Für die Auswinterung und den Saisonstart empfehlen wir daher, frisches Flüssigchlor zu verwenden.
Was im Winter zu tun ist
Mit dem Einwintern ist die Arbeit noch nicht ganz erledigt. Einige der ärgerlichsten Frost- und Winterschäden entstehen erst im Jänner oder Februar, weil über Wochen niemand mehr nach dem Pool sieht. Ein kurzer Kontrollgang alle zwei bis vier Wochen reicht in der Regel aus.
Unser Winter-Tipp: Kontrolliere regelmäßig Abdeckung, Wasserstand, Eisdruckpolster und Pooltechnik – und wirf nach starkem Schneefall oder Sturm zusätzlich einen Blick auf den Pool.
Wasser auf der Abdeckung
Auf einer geschlossenen Winterplane sammelt sich mit der Zeit Regen- und Schmelzwasser. Eine kleine Menge ist meist unproblematisch. Größere Wassermengen entwickeln jedoch ein enormes Gewicht und belasten Plane, Ösen und Befestigungen.
Bei einem Pool mit 8 × 4 Metern entsprechen bereits 20 cm Wasser auf der gesamten Fläche theoretisch mehr als 6.000 Litern bzw. rund 6 Tonnen Gewicht. Deshalb größere Wasseransammlungen regelmäßig mit einer geeigneten Pumpe entfernen.
Bei aufblasbaren Poolabdeckungen tritt dieses Problem deutlich seltener auf, da Regen- und Schmelzwasser durch die gewölbte Form seitlich ablaufen kann.
Schnee auf der Poolabdeckung
Frischer Pulverschnee ist vergleichsweise leicht. Nasser oder bereits gefrorener Schnee kann dagegen sehr schwer werden. Während Schnee von gewölbten Abdeckungen meist besser abrutscht, kann er sich auf flachen Winterplanen ansammeln.
Größere Schneemengen daher vorsichtig entfernen. Verwende dafür einen weichen Besen oder einen Schneeschieber mit Gummilippe. Scharfkantige oder metallische Werkzeuge können die Poolabdeckung beschädigen.
Wasserstand kontrollieren
Besonders wichtig: Der Wasserstand kann während des Winters durch Regen und Schmelzwasser wieder ansteigen – insbesondere bei Netzen und wasserdurchlässigen Abdeckungen.
Steigt das Wasser wieder bis zu Skimmer, Einlaufdüsen oder anderen Einbauteilen, können zuvor entleerte Bereiche erneut mit Wasser gefüllt werden. Bei Frost besteht dann wieder die Gefahr von Schäden. Deshalb den Wasserstand kontrollieren und bei Bedarf erneut absenken.
Eisdruckpolster kontrollieren
Eisdruckpolster können über mehrere Monate etwas Luft verlieren. Kontrolliere deshalb während des Winters, ob sie noch ausreichend gefüllt und richtig positioniert sind. Die Polster sollten dabei nicht prall aufgeblasen sein, sondern genügend nachgeben können.
Pumpe gelegentlich kontrollieren
Bei einer stillgelegten und vollständig entleerten Filterpumpe kann es sinnvoll sein, die Motorwelle beziehungsweise das Lüfterrad während der langen Standzeit gelegentlich vorsichtig von Hand zu bewegen. Dabei muss die Anlage selbstverständlich stromlos sein. Beachte zusätzlich immer die Vorgaben des Pumpenherstellers.
Nach Sturm und Unwetter nachsehen
Nach einem stärkeren Sturm lohnt sich ein zusätzlicher Kontrollgang. Prüfe, ob die Poolabdeckung noch korrekt befestigt ist, Wassersäcke oder Befestigungen verrutscht sind und ob Äste oder andere Gegenstände auf der Abdeckung liegen.
Beschädigungen sollten möglichst früh erkannt werden. Ein kleiner Riss oder eine gelöste Befestigung kann sich über mehrere Winterwochen zu einem größeren Problem entwickeln.
Was du im Winter nicht tun solltest
Achtung: Eisdecke niemals aufschlagen! Die entstehenden scharfen Bruchkanten können die Poolfolie oder andere Bauteile beschädigen. Der Eisdruck wird dadurch außerdem nicht zuverlässig reduziert.
Auch das Betreten einer zugefrorenen Pooloberfläche sollte unbedingt vermieden werden. Die Eisdecke kann wesentlich dünner sein, als sie von außen aussieht. Für die Aufnahme des entstehenden Eisdrucks sind – sofern für das jeweilige Becken vorgesehen – die Eisdruckpolster zuständig.
Die häufigsten Fehler beim Einwintern
Viele Frost- und Winterschäden lassen sich mit wenigen Handgriffen vermeiden. Die folgenden Fehler sehen wir im Frühjahr besonders häufig – und manche davon können richtig teuer werden.
Unser Tipp: Lieber beim Einwintern einmal mehr kontrollieren. Besonders Restwasser in Leitungen, Pumpen und Wärmepumpen kann bei Frost erhebliche Schäden verursachen.
| Fehler | Mögliche Folgen |
|---|---|
| Zu früh eingewintert Wasser noch über 15 °C |
Grünes oder trübes Wasser im Frühjahr. Das bedeutet zusätzlichen Aufwand für Wasserpflege und Filterung. |
| Becken komplett entleert | Je nach Beckentyp können Folie und Beckenwände Schaden nehmen. Bei entsprechendem Grundwasserdruck kann zusätzlich die Gefahr des Aufschwimmens bestehen. |
| Restwasser in einer Leitung | Gefrierendes Wasser dehnt sich aus und kann Rohre, Verschraubungen oder Fittings beschädigen. |
| Wärmepumpe nicht vollständig entleert | Restwasser kann im Wärmetauscher gefrieren und erhebliche Schäden verursachen. |
| pH- oder Redox-Sonde trocken gelagert | Die Sonde kann austrocknen und dadurch unbrauchbar werden. Sonden deshalb in geeigneter Aufbewahrungslösung lagern. |
| Elektrolysezelle nicht winterfest gemacht | Restwasser und Frost können die Elektrolysezelle und deren Anschlüsse beschädigen. |
| Kugelhähne ungünstig geschlossen | Eingeschlossenes Restwasser kann gefrieren und Kugelhahn oder Verschraubungen beschädigen. |
| Eisdruckpolster zu prall aufgeblasen | Das Polster kann nicht ausreichend nachgeben und seine Schutzwirkung verlieren oder beschädigt werden. |
| Solarplane als Winterabdeckung verwendet | Eine Solarfolie ist normalerweise nicht für Eis- und Schneelasten im Winter ausgelegt und kann beschädigt werden. |
| Lamellenabdeckung bei Schnee falsch genutzt | Zu hohe Schnee- oder Eislasten können Lamellen und Mechanik beschädigen. Die Vorgaben des Herstellers zur Winterstellung beachten. |
| Wassersäcke randvoll gefüllt | Das Wasser benötigt beim Gefrieren Platz zur Ausdehnung. Zu voll gefüllte Wassersäcke können dadurch beschädigt werden. |
| Steine oder Ziegel auf die Plane gelegt | Sie können verrutschen oder bei Sturm ins Becken gelangen und dabei Plane oder Poolfolie beschädigen. |
| Wasserstand im Winter nicht kontrolliert | Regen und Schmelzwasser können den Pegel wieder bis zu Skimmer, Düsen oder anderen Einbauteilen anheben. |
| Zu viel Wasser auf der Plane | Große Wassermengen erzeugen eine enorme zusätzliche Last und können Plane, Ösen und Befestigungen beschädigen. |
| Manometer nicht entleert bzw. geschützt | Verbleibendes Wasser kann gefrieren und das Manometer beschädigen. |
| Zeitschaltuhr oder automatische Steuerung bleibt aktiv | Eine bereits entleerte Pumpe könnte unbeabsichtigt anlaufen und dadurch beschädigt werden. |
Merke: Frostschäden entstehen fast immer dort, wo noch Wasser eingeschlossen ist. Deshalb beim Einwintern systematisch von Becken über Leitungen bis zur gesamten Pooltechnik vorgehen und die Herstellerhinweise der jeweiligen Komponenten beachten.
Checkliste: Pool einwintern
Mit dieser Checkliste kannst du die wichtigsten Schritte beim Einwintern deines Pools der Reihe nach abarbeiten. Einfach am Handy durchgehen oder ausdrucken und Punkt für Punkt abhaken.
Wichtig: Nicht jeder Pool und jede Pooltechnik ist gleich aufgebaut. Beachte zusätzlich immer die Herstellerangaben deiner verbauten Komponenten.
1. Vorbereitung – ab etwa 15 °C Wassertemperatur
☐ Wasserwerte messen: pH, Chlor und Alkalität
☐ pH-Wert auf etwa 7,0 bis 7,2 einstellen
☐ Falls erforderlich Stoßchlorung durchführen und Filteranlage ausreichend lange laufen lassen
☐ Beckenwände bürsten, Boden absaugen und Wasserlinie reinigen
☐ Skimmerkorb und Pumpenvorfilter reinigen
☐ Poolfolie bzw. Becken auf sichtbare Schäden kontrollieren
☐ Sandfilteranlage rückspülen und anschließend nachspülen
☐ Filtermaterial kontrollieren und bei Bedarf wechseln
2. Einwintern – bei ausreichend kaltem Poolwasser
☐ Nach einer Stoßchlorung warten, bis der Chlorgehalt wieder auf einen normalen Wert abgesunken ist
☐ Überwinterungsmittel nach Dosieranleitung bei laufender Filteranlage zugeben
☐ Filteranlage anschließend noch ausreichend lange laufen lassen, damit sich das Mittel verteilt
☐ Wasserspiegel entsprechend Beckenart und Einbauteilen absenken
☐ Einlaufdüsen und frostgefährdete Anschlüsse mit passenden Winterstopfen verschließen
☐ Skimmer entleeren und entsprechend der gewählten Einwinterungsmethode schützen
☐ Gegenstromanlage, Massagedüsen und weitere wasserführende Einbauteile winterfest machen
Achtung beim Wasserstand: Es gibt keinen Wasserstand, der für jeden Pool richtig ist. Entscheidend sind Skimmer, Einlaufdüsen, Scheinwerfer, Gegenstromanlage und die jeweilige Beckenbauart. Bei Überlaufbecken gelten zusätzlich besondere Anforderungen.
3. Filteranlage und Pooltechnik
☐ Pooltechnik ausschalten und gegen unbeabsichtigtes Einschalten sichern
☐ Automatische Laufzeiten und Zeitschaltuhren deaktivieren
☐ Kugelhähne und Absperrungen so stellen, dass kein Wasser eingeschlossen bleibt
☐ Entleerungsventile öffnen und wasserführende Komponenten vollständig entleeren
☐ Filterpumpe und Pumpenvorfilter vollständig entleeren
☐ Filterkessel entleeren und Ablassöffnung entsprechend Herstellerangabe offen lassen
☐ Mehrwegeventil in die vom Hersteller vorgesehene Winterstellung bringen
☐ Manometer gegebenenfalls demontieren und frostfrei lagern
☐ Frostgefährdete Rohrleitungen vollständig entleeren bzw. bei Bedarf ausblasen
☐ Wärmepumpe vollständig entleeren und Anschlüsse nach Herstellervorgabe winterfest machen
☐ Wärmetauscher und Solarabsorber vollständig entleeren
☐ Salzelektrolyse bzw. Elektrolysezelle nach Herstellervorgabe winterfest machen
☐ pH- und Redox-Sonden ausbauen und in geeigneter KCl-Aufbewahrungslösung lagern
☐ Dosierleitungen und Dosierschläuche entsprechend der Dosieranlage winterfest machen
☐ Poolchemikalien sicher, trocken und frostfrei lagern
☐ Technikschacht auf Wasser kontrollieren und Entwässerung prüfen
Frostgefahr: Besonders wichtig ist, dass in Pumpen, Wärmetauschern, Leitungen und anderen frostgefährdeten Komponenten kein Restwasser eingeschlossen bleibt.
4. Becken, Abdeckung und Zubehör
☐ Falls vorgesehen Eisdruckpolster einlegen und richtig positionieren
☐ Leiter, Handlauf und loses Zubehör ausbauen und trocken einlagern
☐ Poolroboter reinigen, vollständig trocknen und frostfrei lagern
☐ Bei Akku-Poolrobotern Ladezustand und Winterlagerung beachten
☐ Solarplane abnehmen, reinigen, trocknen und geschützt lagern
☐ Lamellenabdeckung entsprechend den Vorgaben des Herstellers in Winterstellung bringen
☐ Geeignete Winterabdeckung auflegen und sicher befestigen
☐ Beckenumgang, Überlaufrinnen und Abläufe von Laub und Schmutz befreien
5. Während des Winters regelmäßig kontrollieren
☐ Größere Mengen Regen- und Schmelzwasser von der Abdeckung entfernen
☐ Schneelast auf der Poolabdeckung kontrollieren
☐ Wasserstand im Becken kontrollieren und bei Bedarf wieder absenken
☐ Eisdruckpolster auf Position und Luftverlust kontrollieren
☐ Stillgelegte Pumpen gemäß Herstellerangaben kontrollieren
☐ Bei Akku-Poolrobotern gegebenenfalls Zwischenladung durchführen
☐ Nach starkem Sturm oder Schneefall Abdeckung und Befestigungen kontrollieren
Pool winterfest? Dann ist für den Winter fast alles erledigt.
Jetzt nur noch alle zwei bis vier Wochen einen kurzen Kontrollgang machen – und im Frühjahr kann die Poolsaison ohne böse Überraschungen starten.
Der Zeitplan: Was wann ansteht
Wann der richtige Zeitpunkt zum Einwintern gekommen ist, hängt vor allem von der Wassertemperatur ab – nicht vom Kalender. Der folgende Zeitplan ist daher eine Orientierung für Österreich, Deutschland und vergleichbare mitteleuropäische Regionen. In höheren Lagen oder besonders kalten Regionen kann sich die Einwinterung entsprechend nach vorne verschieben.
Grundregel: Orientiere dich immer zuerst an der Wassertemperatur und der Wetterprognose. Spätestens bevor längere Frostperioden drohen, müssen Pool und frostgefährdete Technik vollständig winterfest sein.
Ende August bis Mitte September: vorbereiten
Die Poolsaison läuft meist noch. Jetzt ist aber der ideale Zeitpunkt, um zu kontrollieren, was für die Einwinterung benötigt wird: Winterstopfen, Überwinterungsmittel, Eisdruckpolster und eine geeignete Winterabdeckung.
Besonders bei maßgefertigten Poolabdeckungen solltest du nicht bis zum ersten Frost warten. Im Herbst steigt die Nachfrage und individuelle Anfertigungen benötigen entsprechend Vorlaufzeit.
Zweite Septemberhälfte: Pool vorbereiten
Jetzt regelmäßig die Wassertemperatur beobachten. Gleichzeitig kannst du bereits einige Arbeiten erledigen:
✓ Becken gründlich reinigen
✓ Wasserwerte kontrollieren und einstellen
✓ Falls erforderlich Stoßchlorung durchführen
✓ Filtermaterial kontrollieren
✓ Solarplane reinigen, trocknen und einlagern
✓ Winterzubehör vollständig vorbereiten
Oktober: Hauptzeit für die Einwinterung
Für viele Pools ist der Oktober das wichtigste Zeitfenster.
Ist das Poolwasser ausreichend abgekühlt, beginnt die eigentliche Einwinterung: Überwinterungsmittel zugeben, Wasserstand anpassen, Einbauteile schützen, Leitungen und Pooltechnik entleeren, Wärmepumpe winterfest machen, Sonden einlagern und anschließend den Pool abdecken.
In höheren Lagen und Regionen mit früher Frostgefahr solltest du entsprechend früher beginnen. Entscheidend ist, dass die frostgefährdete Technik vor dem ersten stärkeren Frost vollständig entleert ist.
November: höchste Zeit
Noch nicht eingewintert? Im November solltest du nicht mehr lange warten. Nutze die nächste geeignete Schönwetterphase und mache zumindest alle frostgefährdeten Leitungen und Komponenten winterfest.
Zu diesem Zeitpunkt sollte nicht mehr ausschließlich auf eine bestimmte Wassertemperatur gewartet werden. Droht Frost, hat der Schutz von Leitungen, Pumpe, Filteranlage, Wärmepumpe und anderen wasserführenden Komponenten Vorrang.
Dezember bis Februar: regelmäßig kontrollieren
Auch ein korrekt eingewinterter Pool sollte im Winter nicht völlig vergessen werden. Ein kurzer Kontrollgang alle zwei bis vier Wochen ist empfehlenswert.
✓ Wasserstand kontrollieren
✓ Abdeckung und Befestigungen prüfen
✓ Regen- und Schmelzwasser von der Abdeckung entfernen
✓ Schneelast kontrollieren
✓ Eisdruckpolster prüfen
✓ Technikschacht kontrollieren
✓ Nach Sturm oder starkem Schneefall zusätzlich nachsehen
März: langsam an die neue Poolsaison denken
Mit den ersten wärmeren Tagen beginnt die Vorbereitung auf die neue Saison. Kontrolliere, welche Verschleiß- oder Ersatzteile du beim Einwintern notiert hast. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um beispielsweise Dichtungen, Manometer, Sonden oder Reparaturmaterial rechtzeitig zu besorgen.
Mit der eigentlichen Inbetriebnahme solltest du warten, bis die Wetterbedingungen passen und keine problematischen Frostperioden mehr zu erwarten sind.
Der Winter ist vorbei? Dann geht es mit unserer ausführlichen Anleitung zum Pool auswintern Schritt für Schritt in die neue Poolsaison.
Häufige Fragen zum Pool einwintern
Wann soll ich den Pool einwintern?
Sobald die Wassertemperatur dauerhaft unter etwa 15 °C liegt, kannst du mit Reinigung und Wasserwerten beginnen. Das Überwinterungsmittel kommt erst dazu, wenn das Wasser stabil unter etwa 12 °C liegt. In Österreich ist das meistens im Oktober.
Muss ich das Wasser aus dem Pool ablassen?
Nein. Das Wasser bleibt im Becken und wird nur so weit abgesenkt, dass die Einbauteile frostfrei sind. Ein leeres Becken ist ein Risiko: Die Folie wird spröde, die Beckenwand verliert den Gegendruck, und bei hohem Grundwasser kann das Becken aufschwimmen.
Wie viel Wasser soll im Pool bleiben?
Bis unter die Skimmeröffnung beziehungsweise etwa 10 cm unter die tiefste Einlaufdüse – je nach Becken 10 bis 35 cm unter Beckenrand. Über Unterwasserscheinwerfern und über dem Bodenablauf sollten etwa 20 cm Wasser stehen bleiben.
Ab welcher Temperatur kann der Pool Schaden nehmen?
Für die Technik reicht eine einzige Nacht unter null Grad, wenn irgendwo Wasser eingeschlossen ist. Für die Beckenwand wird es kritisch, wenn die Wasseroberfläche durchfriert – das passiert bei mehreren Tagen Dauerfrost.
Brauche ich wirklich ein Überwinterungsmittel?
Es ist kein Muss, aber es lohnt sich. Wintermittel verhindert Algenansatz und Kalkausfällung über die kalten Monate. Ohne läuft das Wasser über fünf Monate ungeschützt – was du im Frühjahr an Chemie und Zeit brauchst, kostet mehr als die Flasche Winterfit.
Soll ich vor dem Einwintern eine Stoßchlorung machen?
Ja, aber mit Abstand zum Verschließen. Stoßchlorung durchführen, Filter 24 bis 48 Stunden laufen lassen, dann warten, bis das freie Chlor wieder auf etwa 0,5 mg/l abgefallen ist. Erst dann Wintermittel zugeben und abdecken. Mit hohem Chlorwert zuzudecken schadet Folie, Dichtungen und Wintermittel.
Welchen pH-Wert soll das Wasser über den Winter haben?
7,0 bis 7,2, also im unteren Bereich. Der pH-Wert steigt über den Winter tendenziell an. Wer bei 7,6 startet, liegt im Februar zu hoch und bekommt Kalkbelag.
Muss die Filteranlage im Winter laufen?
Bei passiver Überwinterung nein – sie wird abgeschaltet und komplett entleert. Nur bei aktiver Überwinterung läuft sie weiter, und dann braucht es zwingend eine Frostschutzsteuerung.
Was passiert, wenn ich die Leitungen nicht entleere?
Das eingeschlossene Wasser gefriert, dehnt sich aus und sprengt das Rohr oder die Verschraubung. Meist merkst du es erst im Frühjahr beim ersten Anfahren, wenn es irgendwo rinnt – oft an der schlechtest zugänglichen Stelle.
Wie mache ich meine Wärmepumpe winterfest?
Stromlos machen, mit dem Bypass vom Kreislauf trennen, Wasseranschlüsse lösen oder Entleerungsschrauben öffnen, das Gerät leicht ankippen, damit der Wärmetauscher restlos leerläuft, und die Anschlüsse offen lassen. Die Wärmepumpe selbst darf draußen bleiben – aber nicht luftdicht einpacken, sonst korrodiert sie unter Kondenswasser.
Muss ich die Elektrolysezelle ausbauen?
Ja. Zwischen den Titanplatten bleibt immer Restwasser stehen, und das sprengt die Beschichtung. Zelle ausbauen, bei Bedarf entkalken, trocknen und frostfrei zwischen 5 und 25 °C lagern.
Darf das Salzwasser im Becken bleiben?
Ja, das Salz bleibt im Wasser. Achte aber auf Edelstahlteile – Salzwasser ist korrosiver, deshalb Leitern und Handläufe ausbauen oder zumindest gut abspülen und pflegen.
Wie lagere ich pH- und Redox-Sonden über den Winter?
Niemals trocken. Sonde ausbauen, mit klarem Wasser abspülen, Schutzkappe mit KCl-Aufbewahrungslösung 3 mol/l füllen, aufsetzen und frostfrei zwischen 5 und 25 °C lagern. Im Frühjahr neu kalibrieren. Eine trocken gelagerte Sonde ist meist nicht mehr zu retten.
Was mache ich mit meiner Dosieranlage?
Stromlos machen, Sonden wie oben lagern, Dosierschlauch aus der Quetschpumpe nehmen oder entlasten, Saug- und Druckleitung mit klarem Wasser spülen und die Chemikalienkanister frostfrei einlagern.
Wie wintere ich ein Überlaufbecken ein?
Der Wasserstand muss unter die Überlaufrinne, damit die Rinne leerläuft – meist 15 bis 25 cm unter Beckenrand. Der Ausgleichsbehälter wird entleert, die Frischwassernachspeisung abgesperrt und stromlos gemacht, damit die Automatik nicht nachfüllt. Rinnenroste am besten abnehmen und flach lagern.
Soll die Rollladenabdeckung im Winter ausgefahren bleiben?
Nein. Lamellen tragen keine Schneelast und werden vom Eis beschädigt. Abdeckung einfahren, aufgerollt lassen, bei Überflur-Rollladen die Welle mit einer Schutzplane abdecken, bei Unterflur den Schacht wasserfrei halten. Die eigentliche Winterabdeckung kommt zusätzlich.
Kann ich meine Solarplane als Winterabdeckung nehmen?
Nein. Sie ist zu dünn, wird vom Eis eingeschlossen und beim Auftauen zerrissen. Außerdem lässt sie Licht durch, was Algen fördert. Solarplane abnehmen, reinigen, trocken lagern.
Welche Winterabdeckung ist die beste?
Die aufblasbare Haube schützt am besten, weil Schnee und Regen seitlich ablaufen und nichts durchhängt. Die PE-Plane ist die günstigste Lösung und für die meisten Becken völlig ausreichend, wenn Luftpolster darunter liegen. Wenn Kinder im Haus sind, führt kein Weg an einem Sicherheitsnetz vorbei – eine Plane ist keine Absturzsicherung.
Kann ich den Pool auch ohne Abdeckung überwintern?
Ja, dem Becken passiert bei abgesenktem Wasserstand und mit Eisdruckpolstern nichts. Du hast aber im Frühjahr deutlich mehr Arbeit: Laub, Algen und ein unkontrolliert steigender Wasserstand.
Wie viele Eisdruckpolster brauche ich?
So viele, dass sie etwa zwei Drittel bis drei Viertel der Beckenlänge als durchgehende Linie überspannen – diagonal bei rechteckigen Becken, längs bei schmalen. Wichtig: nur zu etwa zwei Dritteln aufblasen, sonst platzen sie.
Was tun, wenn der Pool zugefroren ist?
Nichts. Die Eisdecke nicht aufschlagen – die Bruchkanten können die Folie beschädigen, und der Eisdruck wird dadurch nicht geringer. Dafür sind die Eisdruckpolster da. Und niemals die Eisfläche betreten, sie trägt nicht.
Der Wasserstand ist über den Winter gestiegen. Muss ich etwas tun?
Ja, wenn er über die Skimmeröffnung oder die Einlaufdüsen steigt. Dann steht wieder Wasser in Bauteilen, die leer sein sollten. Absenken, sobald du es bemerkst.
Wie viel Wasser darf auf der Plane stehen?
Ein paar Zentimeter sind unproblematisch und halten die Plane sogar in Position. Ab etwa zehn Zentimetern wird es kritisch, weil das Gewicht schnell in den Tonnenbereich geht. Regelmäßig abpumpen.
Kann ich meinen Aufstellpool draußen stehen lassen?
Stahlwandbecken und stabile Frame-Pools ja, mit abgesenktem Wasser, ausgebauter Technik und Abdeckung. Quick-Up-Pools und dünnwandige Saisonbecken nein – die werden abgebaut, getrocknet und trocken eingelagert. Im Zweifel in der Herstelleranleitung nachsehen.
Wohin mit dem abgelassenen Poolwasser?
Nicht ungeprüft in den Kanal – das ist in vielen Gemeinden genehmigungs- oder kostenpflichtig. Für die Versickerung im Garten sollte der freie Chlorgehalt praktisch bei null liegen, orientiere dich an unter 0,05 mg/l. Ein paar Tage offen stehen lassen baut Chlor zuverlässig ab. Salzwasser gehört nicht in den Garten, weil sich Salz im Boden anreichert.
Was kostet das Einwintern ungefähr?
Bei einem normalen Becken mit vorhandener Abdeckung bewegt sich das Verbrauchsmaterial – Wintermittel, Stopfen, Eisdruckpolster, Chemie – im niedrigen zweistelligen bis knapp dreistelligen Bereich pro Saison. Die Abdeckung selbst ist eine einmalige Anschaffung. Dagegen steht ein Frostschaden, der schnell vierstellig wird.
Kurz zusammengefasst
Pool einwintern klingt zunächst nach viel Arbeit. Im Grunde steckt aber eine einfache Logik dahinter: Das Wasser bleibt im Becken – die frostgefährdete Technik wird leer.
Wenn du beim Einwintern auf drei Dinge besonders achtest, hast du bereits einen großen Teil richtig gemacht:
Nicht ausschließlich nach dem Kalender einwintern, sondern Wassertemperatur und Wetterentwicklung beobachten. Mit den Vorbereitungen kannst du beginnen, sobald das Poolwasser deutlich abkühlt.
Leitungen, Pumpen, Filter, Wärmetauscher und andere frostgefährdete Komponenten müssen vollständig entleert werden. Wasser, das eingeschlossen bleibt und gefriert, kann erhebliche Schäden verursachen.
Ein kurzer Kontrollgang alle zwei bis vier Wochen hilft, Probleme mit Wasserstand, Schneelast, Abdeckung oder Eisdruckpolstern rechtzeitig zu erkennen.
Unsicher bei deiner Poolanlage? Überlaufbecken, Infinity-Pools, spezielle Einbauteile oder individuell aufgebaute Pooltechnik können eine andere Vorgehensweise erfordern. Im Zweifelsfall lieber vor dem ersten Frost bei uns nachfragen.
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Und wenn der Winter vorbei ist?
Dann zeigen wir dir in unserer Anleitung Pool auswintern – Schritt für Schritt zur neuen Poolsaison, wie du Becken und Pooltechnik wieder richtig in Betrieb nimmst.
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